Orkan "Joachim" sorgt für Chaos in Ostbayern

Bayreuth - Das Niederschlagsgebiet des Orkans „Joachim“ hat am Freitag Bayern erreicht. Heftiger Schneefall hat am Vormittag im nördlichen Franken für Chaos im Straßenverkehr gesorgt.

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Binnen einer knappen Stunde hatte sich eine geschlossene Schneedecke über die Landschaft gelegt. Da die Temperaturen aber knapp über dem Gefrierpunkt lagen, verwandelte sich der Schnee auf den Straßen schnell in Matsch - und etliche Fahrzeuge gerieten ins Schlittern. „Das Wetter bereitet uns Probleme“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth. Auch im Bayerischen Wald sorgte der Wintereinbruch für Verkehrsbehinderungen.

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Auf der Autobahn 9 kamen in der Fränkischen Schweiz nahe Pegnitz (Landkreis Bayreuth) vor allem Lastwagen nicht mehr vorwärts, Richtung Norden war am Vormittag nur eine Spur frei befahrbar. Am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland nahe Hof musste laut Polizei die A72 Richtung Plauen komplett gesperrt werden, ein Laster stand quer auf der Autobahn. Die Polizei bat Gefahrguttransporter darum, die Parkplätze anzusteuern, um keine Unfälle zu riskieren.

Behinderungen gab es vor allem in den Höhenlagen von Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkischer Schweiz. Auch im Bayerischen Wald fiel reichlich Schnee. Gerade an Strecken mit Steigungen, wie etwa der Bundesstraße 533 Richtung Freyung, seien einige Lastwagen nicht mehr vorwärts gekommen, sagte ein Polizeisprecher in Straubing.

Schulausfall in Unterfranken

Wegen der aktuellen Sturmwarnung fällt in ganz Unterfranken am Freitagnachmittag die Schule aus. Das betreffe alle Schulformen in allen Landkreisen, sagte Günter Renner, stellvertretender Leiter des Bereichs Schulen der Regierung Unterfranken in Würzburg. Über das Wochenende hinaus werde das wahrscheinlich kein Thema mehr sein.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge wird das Sturmtief “Joachim“ im Laufe des Tages über die Mitte Deutschlands ziehen. Am stärksten werde der Sturm am Nachmittag. Für ganz Süddeutschland gab der DWD Unwetterwarnungen vor heftigen Schneefällen, Dauerregen und schwerem Sturm heraus. In Unterfranken können nach DWD-Angaben orkanartige Böen bis 110 Stundenkilometern auftreten.

dpa

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