Mama, was macht der Hase da im Garten?

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Landkreis - Hasen legen keine Eier, so viel steht fest. Warum gibt es denn dann überhaupt den Osterhasen-Brauch? Nur so viel: Ganz genau weiß das eigentlich niemand.

Kein Ostern ohne Osterhase. Der hoppelnde Zeitgenosse mit den langen Ohren gehört zu Ostern dazu wie der Mann mit dem weißen Bart zu Weihnachten. Darum wollten wir wissen, woher der Brauch kommt - und sind bei der Recherche auf zahlreiche verschiedene Theorien gestoßen.

"Rammeln" wie die Hasen

Ostern ist das Fest der Auferstehung. Viele glauben deshalb, dass das Hasensymbol wegen seiner "Vermehrungsfreudigkeit" besonders gut zum Feiertag passte. Der Ausspruch "Wie die Hasen rammeln" kommt nicht von Ungefähr. Auch in der Kunst gibt es viele Beispiele, bei denen der Hase als Sinnbild für den Frühling und für die Wiedergeburt gilt.

Osterhase ein missglücktes Osterbrot?

Eine populäre Theorie besagt, dass der Osterhase aus einem misslungenen, klumpigen Osterbrot entstand. Im Backofen verformt, sei es statt als Lamm als Hase interpretiert worden, beschreibt der Theologe Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti in einer Abhandlung. Dass das bloße Spekulation sei zeige sich auch darin, dass sich die Rolle des Hasen als "Eilieferant" nicht erkläre. Für Becker-Huberti ist daher die Annahme wahrscheinlicher, dass der Osterhase eine evangelische Erfindung ist.

Ostern: Mehr als nur Eier

Mehr als nur Eier: Ostereindrücke

Die Haseneier

Das Dreihasenbild

Ein Text von 1682 berichtet, dass unter anderem in Oberdeutschland und im Elsass die Eier "Ostereier" oder "Haseneier" genannt werden. Man präge den Kindern und Naiven ein, dass ein Hase diese Eier lege und verstecke. Dies ist laut Becker-Huberti möglicherweise auch auf die Bemalung der Eier zurückzuführen - das Motiv des "Dreihasenbilds" kommt auf. Hieraus könnte im Umkehrschluss entstanden sein, dass der abgebildetet Hase eben auch die Eier bringt.

Süßigkeiten, Postkarten und Kinderbücher sind schuld

Wie verbreiten sich kinderfreundliche Geschichten am besten? Richtig, über süßes Naschwerk. Seit im 19. Jahrhundert aus Rüben Zucker gewonnen werden kann, war der Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Hasen in sämtlichen Variationen verbreiteten sich aber auch über Kinderbücher und die Tradition, zu Feiertagen Karten zu verschicken.

Im Verborgenen beschenken

Fällt Ihnen was auf? Alle "Fabelwesen" bringen die Geschenke heimlich: Das Christkind, der Nikolaus und der Weihnachtsmann kommen unbemerkt, auch der Osterhase versteckt die Geschenke, die "Eier" an geheimen Orten.

Wir wünschen deshalb viel Spaß und vor allem Erfolg beim Eiersuchen und frohe Ostern!

ds

Quelle: rosenheim24.de

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