Was genau geplant ist

Stadt gibt Gas beim Bau der Traunreuter Ostumfahrung

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Nördlich des schon bestehenden Kreisverkehrs beim neuen Bauhof wird die neue Ostumfahrung Traunreuts beginnen.
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Traunreut - Sie soll das Zentrum und die Stadtgemeinden im Osten entlasten, zwei neue Kreisverkehre würden entstehen: Den Bau der Ostumfahrung will die Stadt nun auch selbst mitfinanzieren.

"Es geht jetzt ums Ganze. Wenn wir uns selbst beteiligen kann die Ostumfahrung binnen weniger Jahre gemacht werden, ansonsten kommt gar nix", fasste es Ernst Biermaier zusammen. Letztlich sprach sich der Stadtrat am Donnerstag einstimmig für Planung, Bau und Finanzierung der Umfahrung in der "kommunalen Sonderbaulast" aus

Was heißt das konkret? Die Stadt wird nicht mehr darauf warten müssen, bis das Projekt für Freistaat und Landkreis endlich wichtig genug ist, um umgesetzt zu werden - die Pläne liegen nämlich längst in der Schublade. Traunreut finanziert den Bau der Ostumfahrung aus eigener Tasche vor und erhält später rund 80 Prozent davon vom Staat zurück. 1,5 bis 2 Millionen Euro werden bei der Stadt hängenbleiben, schätzte Josef Winkler.

Das ist geplant

Zuerst soll 300 Meter nördlich des schon bestehenden Kreisverkehrs bei Frühling ein weiterer Kreisel am Frühlinger Spitz entstehen. Von dort aus wird es nach Osten zur TS49 in Richtung Pierling gehen, womit Frühling umfahren wird. 

Die neue, knapp zwei Kilometer lange Trasse führt dann östlich der Schrebergärten vorbei nach Norden und wird mit einem weiteren Kreisverkehr bei Oberwalchen an die St2104 angebunden. Damit werden auch Pierling und Oberwalchen umfahren

Ein weiterer Vorteil für die Stadt wäre, dass sie Planungshoheit über die Hauptstraße bekommt, die mitten durch Traunreut führt - sie würde von einer Staatsstraße zur Ortsstraße herabgestuft. Ein denkbares Lkw-Durchfahrtsverbot oder eine Verkehrsberuhigung am Rathausplatz wären dann einfacher möglich. Andererseits muss die Stadt dann auch den Unterhalt der Straße selbst finanzieren. 

Katastrophe für Traunwalchen?

"Es muss auch eine weitere Anbindung an die TS1 geben, sonst wird das eine Katastrophe für Traunwalchen", merkte Reinhold Schroll an, der seine Unterstützung für die Ostumfahrung davon abhängig machte. Verkehrsreferent Gorzel schlug deshalb im Zuge der Ostumfahrung ein Lkw-Verbot durch Traunwalchen vor: "Auch Radwege sind in dem ganzen Konzept noch nicht vorgesehen, ich habe bedenken, dass es deshalb noch teurer wird." 

Die Verträge mit Landkreis und Freistaat sind ohnehin noch nicht unterzeichnet, erst dann wird auch genau festgelegt, wie viel Fördergelder wieder an die Stadt Traunreut zurückfließen und ob eine Anbindung an die TS1 kommt. Auch Grundstücksverhandlungen wurden noch nicht geführt. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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