Zwei Euro mehr pro Tag

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Über mangelnden Parkraum am Bahnhof kann sich derzeit niemand beklagen. Im Süden stehen 400, im Norden, an der Luitpoldstraße (hier im Bild), 300 Stellplätze als dauerhaftes Provisorium bis zu einer Bebauung zur Verfügung. An der Luitpoldstraße gelten demnächst neue Tarife. Foto : bi

Rosenheim - Nach der LGS wird das Parken am Bahnhof auf der Nordseite der Gleise teurer: Demnächst kostet das Parken pro Tag fünf und nicht mehr drei Euro wie bisher.

Für die Nachtzeit verlangte jetzt der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats eine günstige Nachtgebühr. Um für die Landesgartenschau genügend Parkplätze anbieten zu können, hatte die Stadt auf der Nordseite der Gleise provisorisch 300 Parkplätze angelegt, Platz ist für 200 weitere. Bei der Anlage an der Luitpoldstraße handelt es sich um ein Provisorium, allerdings um ein ziemlich dauerhaftes. Bis an dieser Stelle gebaut wird, können Jahre vergehen. Bis dahin soll der Bereich als Parkplatz dienen.

Während der Landesgartenschau galt ein einheitlicher Tarif von drei Euro pro Tag. Um nicht den umliegenden Parkhäusern Konkurrenz zu machen, regelt die Stadt die Benutzung jetzt neu. In Zukunft soll jede halbe Stunde 50 Cent kosten. Ab einer Parkzeit von fünf Stunden hatte die Stadtverwaltung keine Steigerung mehr vorgeschlagen - aber auch keinen Nachttarif. Das heißt: Wer dort sein Auto um 18 Uhr abstellt, um beispielsweise mit dem Zug nach München zu fahren, hätte bis zur Rückkehr um Mitternacht noch fünf Euro zahlen müssen.

"Zuviel", entschied der Hauptausschuss und forderte die Stadtverwaltung auf, für die Abendstunden eine andere, kostengünstigere Staffelung auszuarbeiten.

Kritisiert wurde auch, dass Pendler aus dem Norden der Stadt erst über den Brückenberg oder die Kufsteiner Straße fahren müssen, um zu den kostengünstigen 400 Pendler-Parkplätzen im Süden der Gleise, an der Klepperstraße, zu kommen. Dort kostet das Parken in Verbindung mit der Bahn-Fahrkarte nur einen Euro am Tag.

Diese Situation nehme man bewusst in Kauf, erklärte Verkehrsdezernent Hermann Koch. Die Park-und-Ride-Parkplätze im Süden seien als solche dauerhaft angelegt. Die im Norden würden irgendwann wegfallen, da wolle man nicht eine Art Gewohnheitsrecht schaffen, verdeutlichte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Es sei später sonst schwierig, das Gelände einer anderen Nutzung zuzuführen. Der Provisoriumscharakter müsse immer deutlich bleiben.

Herbert Borrmann, Fraktionsvorsitzender der CSU, verlangte, die zulässige Höchstparkdauer nicht, wie schon vor der Landesgartenschau, auf sieben Tage zu beschränken, sondern auf zwei Wochen zu erweitern. Dies, so Borrmann, würde einer gängigen Urlaubsdauer entsprechen. Viele wären froh, in dieser Zeit ihr Fahrzeug in Bahnhofsnähe parken zu können. Die Verwaltung wird nun dafür sorgen, dass die Parkscheinautomaten so schnell wie möglich nach den Wünschen der Stadträte neu programmiert werden. Wann dies abgeschlossen ist, steht nicht fest. "Demnächst", heißt es dazu aus dem Rathaus.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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