Eklat bei Kunstwerk-Einweihung

Pegida läuft Sturm gegen diese drei Lastwagen

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Einweihung der Skulptur "Monument"
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Dresden - Heftige Proteste in der Elbstadt Dresden: Zur Einweihung des Kunstprojektes "Monument" an der Frauenkirche kamen Hunderte Demonstranten. 

Laut MDR riefen Hunderte Demonstranten "Haut ab" und "Schande" und buhten lautstark bei den Reden der Politiker. Augenzeugen berichteten von tumultartigen Szenen.

Es geht dabei um das Kunstprojekt "Monument", das am Dienstag auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche eröffnet wurde. Der deutsch-syrische Künstler Manaf Halbouni hatte dort drei ausrangierte Buswracks hochkant aufstellen lassen. 

Die drei Lastwagen sollen ein Foto aus dem zerstörten Aleppo aus dem Jahr 2015 nachstellen. Die Bewohner der Stadt hatten damals drei Busse hochkant aufgerichtet, um hinter diesen  Barrikaden Deckung zu finden. 

Proteste bei der Einweihung der Skulptur "Monument"

Mit der Installation will Halbouni an den Krieg in Syrien erinnern. Für die Dresdner Pegida-Bewegung eine Provokation. Schon auf der Montagsdemo wetterten Pegida-Vertreter gegen die Kunstaktion. Der Platz werde dadurch zum Schrottplatz und damit verschandelt.

Hunderte Demonstranten kamen zur Einweihung.

Hunderte kamen am Dienstag erneut als Demonstranten in die Dresdner Innenstadt. Ein kleinerer Teil der Zuhörer applaudierte laut "Tag24 Dresden" den Redner aber auch, rund 100 Polizeibeamte sicherten die Eröffnung. 

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) verteidigte dagegen das Kunstwerk. Die Skulptur erinnere die Dresdner daran, "dass auch in unserer Stadt Menschen verfolgt, erniedrigt und getötet wurden." Manchmal bedürfe es ungewöhnlicher Mittel, um das Weltgeschehen im wörtlichen Sinne vor Augen zu führen, so Hilbert.

OB Hilbert bei seiner Rede

Künstler Manaf Halbouni sagte laut MDR in Richtung der Demonstranten: "Ihr wollt die ganze Zeit für eure Rechte oder für die abendländischen, christlichen Werte kämpfen. Schämt euch, denn ihr macht es nicht. Ihr habt nicht einmal dem Pfarrer erlaubt zu sprechen."

OB erhielt Morddrohungen

Am 13. Februar finden in der sächsischen Landeshauptstadt die Gedenkfeiern für die Zerstörung durch alliierte Bomber vor 72 Jahren statt. 

Da OB Hilpert in diesem Zusammenhang zuvor von einem Opfer-Mythos warnte und sagte, Dresden sei "alles andere als eine unschuldige Stadt" gewesen, bekam er zuletzt sogar Morddrohungen. 

Quelle: rosenheim24.de

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