Peiting ist das schönste Dorf 2011

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Preisverleihung zum schönsten Dorf 2011

Peiting - Nachdem im letzten Jahr Niederaudorf mit Gold prämiert wurde, konnte auch in diesem Jahr eine bayerische Gemeinde die Goldmedaille ins Dorf bringen.

Böbing und Herzogsägmühle, aus der Gemeinde Peiting im Landkreis Weilheim-Schongau sind 2011 die beiden oberbayerischen Goldmedaillengewinner des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“. „Der Wettbewerb verlangt mehr als nur mit Geranien geschmückte Balkone, er ist vielmehr die bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns, die sich mit einem ganzheitlichen Konzept zu Planung, Ökologie, Wirtschaft, Kultur und Soziales den strengen Kriterien einer Fachjury stellt“, würdigt Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand die vorbildliche Eigenleistung und Eigeninitiative sowie das Zusammenwirken der Dorfgemeinschaften.

Bürgerinnen und Bürger, Gemeindevertreter, Vereine, Verbände und sonstige Verantwortliche tragen dazu bei, die soziale, kulturelle, gestalterische und wirtschaftliche Entwicklung in ihrem Dorf zu unterstützen. Alle haben gemeinsam ihre Ideen, ihre Leistung und vor allem ihr Durchhaltevermögen in den Dienst ihrer Heimatgemeinde gestellt. Heuer werden sechs Dörfer dafür im Bezirksentscheid des 24. Bundeswettbewerbs mit einem Preis belohnt.

Der 50-jährige Wettbewerb (1961-2011) setzt auf drei Säulen: Er will erstens Bewusstsein wecken, zweitens zum Handeln bewegen und drittens zum Nachahmen anregen. Diese bürgernahe Initiative schärft das Bewusstsein für die eigenen Werte im Dorf, zeigt aber auch Schwachstellen auf und regt zu einer Weiterentwicklung an. Mit anderen Worten: Der Wettbewerb betreibt eine Stärken- und Schwächen-Analyse.

Außerdem motiviert er die Menschen, selbst in und für ihren Lebensraum tätig zu werden. Er fördert damit die Eigeninitiative. Wer Kräfte und Ideen bündelt, kann viel erreichen. Der Dorfwettbewerb würdigt dieses gemeinschaftliche Handeln. Die öffentliche Anerkennung soll diese Anstrengungen belohnen und andere Dörfer motivieren, es den Gekürten nachzutun.

Bei einer aktiven Teilnahme am Wettbewerb bestimmen die Menschen den Umfang, die Ziele, und das Tempo selbst, mit dem sie ihre Maßnahmen entwickeln und umsetzen wollen. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger die einmalige Gelegenheit nicht alles als Gegeben hinnehmen zu müssen. Hier kann eine Dorfbevölkerung selbst Hand anlegen und ihr Wohnumfeld aktiv mitgestalten. Immer mit der Gewissheit: Bei diesem Wettbewerb wird beraten, empfohlen aber nicht verordnet. Eine Wettbewerbsbeteiligung sollte daher als langfristiger Entwicklungsprozess gesehen werden, d.h. nicht das beste, aktivste und zukunftsträchtigste Dorf des Landkreis steht im Fokus, sondern die breite Motivation, das Engagement und der Wille der Bewohner etwas im Dorf bewirken zu wollen.

Regierungspräsident Christoph Hillenbrand ruft deshalb schon heute alle oberbayerischen Gemeinden dazu auf, sich für den 25. Wettbewerbsentscheid anzumelden. Interessierten rät er: “Nutzen sie jetzt die Zeit zur Vorbereitung, bis es 2013 auf Kreisebene wieder heißt: „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“

So bewerten die Preisrichter

Zusammenfassung des Wettbewerbgedankens:

  • Staat und Ehrenamt „Hand in Hand“
    Der Dorfwettbewerb ist ein staatlicher Wettbewerb, der von ehrenamtlich tätigen Menschen und bürgernaher staatlicher Beratung getragen wird 
  • Wettbewerb der Menschen
    Der Dorfwettbewerb ist die größte Bürgerinitiative im ländlichen Raum, an der sich seit 1961 mehr als 26.000 Dörfer in Bayern erfolgreich beteiligt haben 
  • Nicht Materielles sondern Ideelles bewegt
    Der Dorfwettbewerb lebt nicht von staatlichen Zuschüssen, sondern von dem Motto: „Nicht von anderen fordern, sondern selbst da anpacken, wo es Not tut.“

Die Ziele lauten:

  • Freiwilligkeit & Eigeninitiative
    Der Dorfwettbewerb schafft Anreize für die Bürger, den gemeinsamen Lebensraum in eigener Verantwortung aktiv zu gestalten. Er motiviert die Menschen, selbst Hand anzulegen und bietet Ihnen hierfür Hilfe zur Selbsthilfe. 
  • „Wir-Gefühl“ & Positive Beispiele
    Der Dorfwettbewerb würdigt gemeinschaftliches Handeln und stellt das Erreichte als nachahmenswert heraus.
  • Eigene Stärken & Perspektiven
    Der Dorfwettbewerb schärft das Bewusstsein für die Werte im eigenen Dorf und eröffnet Chancen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Lebensqualität.

Was bietet der Wettbewerb?

  • den Dörfern und Gemeinden 
    Eine umfassende und querschnittsorientierte Beurteilung der Bereiche Wirtschaft/Soziales/Bau/Grün/Umwelt durch eine fachkompetente Kommission 
    Direkte Rückkoppelung durch Statements und schriftliche Abschlussberichte
    Fachliche Begleitung durch Kreisfachberatung, Grünordnung und Verbände
  • den Behörden und staatlichen Einrichtungen
    Direkten Kontakt mit den Bürgern vor Ort 
    Einschätzung der Auswirkungen von staatlichen Vorgaben
    Gelegenheit die Kraft von Eigeninitiative vor Ort zu erleben und dafür „Danke“ zu sagen.

Pressemitteilung Gartenbauzentrum Bayern Süd-Ost

Quelle: rosenheim24.de

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