"Pizza-Mord": Kommt der Täter am 7. Juli frei?

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Der Täter im Jahr 2004 vor Gericht.

Karlsruhe/Riedering - Im Januar 2004 tötete ein junger Mann auf brutale Weise eine Wirtin (66). Noch ist unklar, ob es eine nachträgliche Sicherungsverwahrung geben wird:

Die Tat in Niedermoosen (Gemeinde Riedering) erschütterte viele. Ein 19-Jähriger Bauhelfer erstach grausam eine 66-Jährige Wirtin nachts bei einem Einbruch. Seine damalige Freundin half ihm bei dem Mord.

BGH: Sicherungsverwahrung ist möglich

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Aufgrund seines jugendlichen Alters wurde der Täter lediglich zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. In der Urteilsschrift stand noch nichts von einer nachträglichen Sicherungsverwahrung, die erst 2008 vom Gesetzgeber eingeführt wurde.

So begann ein juristisches Nachspiel, das nun eine Fortsetzung vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe fand. Wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, hatte der Anwalt des Riederingers, Harals von Koskull, darauf gehofft, dass die Sicherungsverwahrung für seinen Mandaten nicht in Betracht kommt. Doch das BGH bestätigte diese Möglichkeit nun.

Kommt er trotzdem am 7. Juli frei?

So wird der heute 29-Jährige vermutlich nicht am 7. Juli aus dem Straubinger Gefängnis zwischenzeitlich entlassen. Ob doch, weil er nun seine ursprüngliche Haftstrafe verbüßt hat, oder wann das jemals geschieht, ist derzeit völlig offen.  

Nun sollen zwei psychologische Gutachten klären, ob der Mörder als "psychisch krank" und "hochgefährlich" einzustufen ist. Beides muss für eine nachträgliche Sicherungsverwahrung zutreffen. Der Prozess wird dann vor dem Landgericht Traunstein fortgesetzt.

mg

Quelle: rosenheim24.de

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