Pläne zur Innstraße

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"Mondnacht (Rosenheim, Innstraße 1975)" heißt dieses Aquarell von Heinz Kaufmann. Die Optik der Innstraße wurde um 1970 durch den Bau mehrerer Hochhäuser erheblich verändert. Die Wohnblöcke ersetzten unter anderem die Viehmarkthalle auf der Bayerwiese sowie die ehemalige Berufsschule und sprengten den Maßstab der bisherigen Bebauung.

Rosenheim - Bürgerengagement ist gefragt, wenn das Quartiersmanagement „Altstadt-Ost“ im Abstand von zwei, drei Monaten alle Bürger, die im Bereich Altstadt-Ost wohnen und arbeiten, einlädt.

Im Fokus der jüngsten Stadtteilversammlung im großen Saal der Musikschule stand das zukünftige Gestaltungskonzept für die Innstraße.

Ziel der Stadtteilversammlungen ist es, über Aktuelles im Quartier zu informieren, Anliegen der dortigen Bürger aufzunehmen und Anträge an die zuständigen städtischen Behörden zu richten, formlos vorberatende Arbeitskreise zu bilden und kleinere Projekte oder Notwenigkeiten schnell und unbürokratisch mittels eines eingerichteten Bürgerfonds auf den Weg zu bringen. Jetzt lagen der Stadtteilvertretung "Altstadt-Ost" drei Anträge vor.

So wurde ein Zuschussantrag der Astrid-Lindgren-Grundschule genehmigt, um die Weiterführung der dortigen Arbeitsgemeinschaft "Bewegungsschule" zu ermöglichen. Die Begründung für den Antrag trug Schulleiterin Inge Thaler vor. Auch der vom Verein "Wir alle" gestellte Antrag, die Finanzlücke in Höhe von 450 Euro für die Tafelrunde "Mittagessen für Kinder" im Mehrgenerationenhaus in der Ebersberger Straße zu stopfen, wurde gebilligt, ebenso wie die Reparaturkosten für einen defekten Baskettballkorb in der Spielanlage Innsbrucker Straße.

Hervorzuheben ist, dass sich einzelne Bürger spontan bereit erklärten, die jeweiligen Kosten zu übernehmen. Clemens Auer, wohnhaft am Salzstadel, wird das temporäre Finanzloch der Tafelrunde "Mittagessen für Kinder" stopfen und Irmgard Wasserer, wohnhaft in der Hofmannstraße, sponserte die 150 Euro teure Reparatur des defekten Baskettballkorbes.

Robin Nolasco, Leiter des Stadtplanungsamtes, gab Antworten auf die oft gestellte Frage "Was passiert nach der Landesgartenschau, speziell im Mühlbachbogen?" Die Stadt, so Nolasco, habe einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben mit der Vorgabe, dort einen qualitativ hohen Standard zu erhalten. Angedacht seien neben einer Wohnbebauung auch soziale Einrichtungen und ein kleiner Nahversorgungspark.

Eine angeregte Diskussion entwickelte sich, als Projektplaner Florian Otto Gedanken für ein "Fitnessprogramm Innstraße" vorstellte mit dem Ziel, die Innstraße als eine wichtige, ins Stadtzentrum führende Einkaufs- und Geschäftsstraße nicht nur kosmetisch aufzuwerten. So sei ein angedachtes "Verkehrssharing" im unteren Teil der Innstraße möglich: Fußgänger und Autofahrer sind gleichberechtigt, ähnlich wie im Bereich Kaiserstraße/Grüner Markt. Hingegen könnte eine verstärkte Verkehrsableitung über die Schönfeldstraße den innerstädtischen (unteren) Teil der Innstraße durchaus attraktiver machen.

Bürger zum Engagement aufgefordert

Sowohl Stadtplaner Robin Nolasco als auch Projektplaner Florian Otto, der die integrierte Analyse über die Bürgerbefragung und Bürgerbegehung zur Innstraße erläuterte, appellierten an die Bürger: "Kommen Sie auf uns zu, machen Sie mit!"

je/Oberbayerisches Volksblatt

Die Baustelle im Oktober 2009 in der Innstraße

Baustelle in der Innstraße

Quelle: rosenheim24.de

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