Mehr als 700 Motorradfahrer beanstandet

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Ein manipulierter Auspuff.

Landkreis - Ob zu schnell unterwegs, unerlaubte Fahrzeugteile oder Missachtung von Durchfahrtsverboten: Insgesamt 700 Motorradfahrer fielen bei Polizeikontrollen glatt durch.

In enger Abstimmung mit den österreichischen und italienischen Polizeibehörden führte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am gestrigen Samstag, 2. Juni, einen länderübergreifenden Schwerpunktkontrolltag für Motorradfahrer durch. In den drei Ländern mussten dabei mehr als 700 Motorradfahrer beanstandet werden.

Auch wenn sich bei durchaus passablem Wetter die meisten der vielen Tausend Zweiradfans an die Vorschriften hielten, so zeigten doch die Ergebnisse in den drei Ländern, dass solche Kontrollen nach wie vor notwendig sind.

Etwa 50 Beamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd waren am Samstagnachmittag auf den beliebten Motorradstrecken im oberbayerischen Grenzgebiet unterwegs. Von den 369 angehaltenen und kontrollierten Bikern mussten 180 – also fast jeder Zweite – beanstandet werden. Neben 146 geringfügigen Ordnungswidrigkeiten wurden aber auch 30 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und sogar drei Strafanzeigen erstellt. 44 Motorradfahrern wurden Platzverweise erteilt, weil sie sich nicht an Durchfahrtsverbote gehalten hatten, eine Maschine wurde sichergestellt, zwei Fahrern wurde die Weiterfahrt vor Ort untersagt.

Den unrühmlichen Geschwindigkeitshöchstwert stellte ein Münchner auf. Bei der Lasermessung im Kreuther Ortsteil Bayerwald wurde der 29-Jährige auf seiner KTM mit 168 km/h statt der erlaubten 70 km/h gemessen. Der Ertappte hielt bei der Kontrolle aber nicht an, sondern gab Gas und wich dem Beamten aus, der ihn anhalten wollte. Bei der sofort veranlassten Fahndung wurde der 29-Jährige kurz darauf in Bad Wiessee erwischt. Ihn erwartet nun neben einem Bußgeld in Höhe von mindestens 600 Euro, vier Punkten in Flensburg auch noch ein mehrmonatiges Fahrverbot.

Auf österreichischer Seite mussten im Laufe des Tages sogar 510 Motorradfahrer beanstandet werden. Auch hier wurden neben technischen Veränderungen an den Maschinen vor allem Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt (409). „Tagesschnellste“ waren ein Fahrer, der mit 204 km/h bei erlaubten 100 km/h durch den Bezirk Reutte/Tirol raste und ein Südtiroler, der auf der Reschenstrasse in Pians statt der vorgeschriebenen 50 km/h mit 151 km/h unterwegs war. Letzterer musste sogar vor Ort seinen Führerschein abgeben, weil er in entgegengesetzter Richtung ein zweites Mal in die Messstelle fuhr und dabei immer noch 50 km/h über dem erlaubten Wert lag.

Und auch auf südtiroler Seite mussten alle 19 beanstandeten Zweirad- Lenker hohe Geldbußen bezahlen.

Die Polizeibehörden der drei Regionen werden auch zukünftig solche gemeinsamen Kontrollaktionen durchführen. Die nächste „internationale“ Kontrolle ist für Samstag, den 28. Juli 2012, geplant.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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