Wegen gleicher Postleitzahl?

Postpanne: Brief geht ins Ausland statt nach Gars

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Ein Brief schnuppert internationale Luft: Der Umschlag hätte in Gars-Bahnhof landen sollen, wurde irrtümlich nach Winchester geschickt.
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Rosenheim/Altlandkreis - Für 1,45 Euro nach Amerika? Ein Brief aus Maitenbeth hat diese irrtümliche Reise hinter sich. Eigentlich sollte er nur im 20 Kilometer entfernten Gars-Bahnhof ankommen. Was ist der Post hier passiert?

Die Postverteiler im amerikanischen Winchester im Staat Idaho staunten wohl nicht schlecht. Versehentlich wurde ihnen ein Geschäftsbrief mit Unterlagen zugeordnet, der eigentlich Deutschland nie verlassen hätte sollen.

Losgeschickt wurde er in Oberbayern, das Briefzentrum Rosenheim sortiert sowohl maschinell als auch per Hand die Briefe in international und national. Der Brief aus Maitenbeth kam in die falsche Kiste. Das amerikanische Winchester hat die gleiche Postleitzahl wie der kleine Ort Gars-Bahnhof (83555). Die Adresse war äußerst leserlich geschrieben, dennoch passierte diese Zustellpanne.

Reisechronik

Abgeschickt wurde er laut Poststempel des Briefzentrums am 14. Januar 2015.

In der amerikanischen Stadt Winchester (Staat Idaho) kam er nach tagelanger Reise an, wurde am 22. Januar per Airmail nach Deutschland zum Empfänger geschickt. Am eigentlich vorgesehenen Zielort kam der A4-Brief am 5. Februar 2015 an.

Knapp 1 Monat später und mit vielen Kilometern auf dem Buckel. Der Absender hat nichts von der langen Reise seines Briefes mitbekommen, lediglich der Empfänger wunderte sich über die Poststempel und den Vermerk Airmail.

wasserburg24.de fragt nach bei der Deutschen Post. Wie kann so etwas passieren? „Scheinbar ist der Fehler im Briefzentrum bei der Zuordnung passiert“ heißt es aus der zentralen Büroleitstelle. Dies sei sehr ärgerlich und komme äußerst selten vor, betonte die Servicemitarbeiterin der Reklamationsabteilung. „Vermutlich kam er in den falschen Behälter und wurde dann von Frankfurt aus ins Ausland befördert“, erklärt die Mitarbeiterin der Deutschen Post. Zwar könne der Weg nicht mehr korrekt nachvollzogen werden, doch scheinbar hat das regionale Briefzentrum den Umschlag irrtümlich dem internationalen Briefzentrum Frankfurt zugeteilt, von dort aus ging der Brief dann auf die Reise. „Entweder hat die Maschine oder ein Mitarbeiter falsch gelesen und sortiert“ heißt es auf Nachfrage. Der Brief aus Maitenbeth war insgesamt 23 Tage unterwegs.

Quelle: rosenheim24.de

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