Strahlenspürtrupp am Klinikum!

Prien - Ein Gefahr- und Strahlenspürtrupp musste am Dienstag in das Priener Krankenhaus ausrücken. Laut Polizei gab es "Ungereimtheiten" in der Abteilung Nuklearmedizin.**Neu: Video**

Großer Polizei- und Feuerwehreinsatz Dienstagvormittag vor dem Klinikum in Prien. Laut Aussage eines Polizeibeamten vor Ort hatte es einen "Vorfall in der Röntgenabteilung" gegeben.

Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, hat gegenüber chiemgau24 mittlerweile bestätigt, dass Mitarbeiter der Klinik am Vormittag "Ungereimtheiten" in der Abteilung für Nuklearmedizin festgestellt hätten. "Das Polizeipräsidium hat daraufhin den Gefahrgut- und Strahlenspürtrupp ausgesandt. Diese führten hier Messungen durch. Dabei wurde festgestellt, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Patienten oder Besucher bestand", so Andreas Guske weiter.

Fotos vom Einsatz am RoMed Klinikum Prien

Zur Art der "Ungereimtheiten" gibt es von Seiten der Polizei nach wie vor noch keine Auskunft, auch um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, so Guske. Die Polizei verwies zudem darauf, dass kein im Klinikum Prien gelagertes nukleares Material gefährlich für Personen werden könne.

Lesen Sie auch:

Die Polizeimeldung

In der betroffenen Abteilung Nuklearmedizin werden insbesondere Untersuchungen durchgeführt und Diagnostik betrieben. Es sind laut einer Pressemitteilung der Polizei keinerlei stark strahlende oder durch Strahlung gefährliche Mittel gelagert. Der betroffene Bereich sei durch Sicherheitsschlösser stark geschützt und nur einem eingeschränkten Personenkreis zugänglich.

Die Strahlungsexperten nahmen mit Spezialgeräten bereits umfangreiche Messungen im Klinikgebäude und auf dem Gelände vor und gaben bald Entwarnung: Alle Werte im normalen Bereich, in und um die Klinik sei niemand gefährdet gewesen.

Jetzt hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen.

Laut ungesicherten Informationen vor Ort soll es sich bei den "Unregelmäßigkeiten" um eine verseuchte Getränkeflasche einer Mitarbeiterin des Krankenhauses handeln. Die Flüssigkeit in der Flasche soll radioaktiv belastet sein. Die Polizei wollte dies allerdings bislang noch nicht bestätigen. Auch von der Leitung des Krankenhauses gibt es derzeit noch keine näheren Angaben zum Vorfall.

Möglicherweise "ist eine Mitarbeiterin der Klinik durch dort gelagerte medizinische Präparate geschädigt worden", so die Polizei in der Pressemitteilung. Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim hat in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, die Ermittlungen übernommen. Die Behörden stehen dabei in engem Kontakt mit der Klinikleitung und werden von dort unterstützt.

re

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser