Weitere Details zum brutalen Mord in Prien

Täter räumt Angriff ein - Kinder (5/11) stark traumatisiert

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Prien am Chiemsee - Nach dem tödlichen Angriff auf eine 38-jährige Frau am vergangenen Samstag laufen die aufwändigen Ermittlungen der Kripo Rosenheim zur Klärung der Tat und der Tathintergründe.

UPDATE, 12.59 Uhr: Polizeimeldung

Mit einem langen Küchenmesser hatte der Täter am Samstagabend vor einem Lebensmittelgeschäft auf sein Opfer mehrfach eingestochen. Wie die Obduktion ergab, erlitt das Opfer multiple Stich- und Schnittverletzungen, die zum Tode führten. Der tatverdächtige afghanische Staatsangehörige befindet sich auf Grund eines richterlichen Beschlusses und vorangegangener medizinischer Begutachtung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Nach wie vor werden umfangreiche Ermittlungen im Umfeld des Opfers und auch des Täters geführt, die sich auf Grund der Sprachbarrieren schwierig und sehr aufwändig gestalten. Die Beamten der Kripo agieren in Zusammenarbeit mit zertifizierten Dolmetschern um eine höchstmögliche Aussagegenauigkeit zu erzielen.

In ersten Befragungen räumte der Tatverdächtige die Tatbegehung ein, machte bisher jedoch keine Angaben zu seiner Motivlage. Wie die Ermittler zwischenzeitlich feststellen konnten, kannten sich Opfer und Täter, eine darüber hinausgehende Beziehung bestand jedoch offenbar nicht. Die 38-jährige afghanische Staatsangehörige, die sich bereits seit 2011 in Deutschland aufhielt, lebte in einer eigenen Wohnung in Prien am Chiemsee. Der 29-jährige Tatverdächtige, dieser hält sich seit 2013 im Lande auf und verfügt über eine Duldung, war in einer Priener Gemeinschaftsunterkunft untergebracht.

Die Ermittlungen hinsichtlich der Motivlage dauern an. Dazu gehören auch intensive Nachforschungen in Bezug auf eine mögliche religiöse Motivation.

Die beiden 5- und 11-jährigen Kinder des Opfers sind stark traumatisiert und betreut untergebracht.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Messermord in Prien: Blumenmeer am Tatort

Ermittlungsstand Mittwoch, 5 Uhr:

Die Ermittlungen im Mordfall von Prien laufen weiter. Am Samstag hatte ein 29-jähriger Afghane eine 38-jährige Landsfrau mit einem Messer attackiert und so schwer verletzt, dass sie anschließend verstarb. Farima S. hinterlässt vier Kinder. Zwei davon (fünf und elf Jahre alt) mussten die Tat mitansehen.

Mittlerweile gibt es neue Details, unter anderem zur Tatwaffe: "Es handelt sich um ein sehr langes und großes Küchenmesser", beschreibt Andreas Guske, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, die Tatwaffe. Es hatten auch Gerüchte die Runde gemacht, wonach der Täter eine Machete benutzt habe.

Wie gut kannten sich Farima S. und ihr Mörder?

Täter und Opfer kannten sich offenbar. Beide lebten als Asylbewerber in Prien. Der 29-Jährige ist laut Guske seit 2013 im Lande und wohnte in einer Priener Asylunterkunft. Die 38-Jährige war seit 2011 in Deutschland und lebte in einer Wohnung.

Ob sich beide besser kannten und in welcher Beziehung sie zueinander standen, ist weiter unklar.

Bilder vom Tatort am Lidl-Supermarkt

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Quelle: rosenheim24.de

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