17 Prozent weniger Herzinfarkt-Tote

Rosenheim - Erfreuliche Tendenz in Stadt und Landkreis Rosenheim: Zwischen 1999 und 2009 ist die Zahl der Herzinfarkt-Toten um 17 Prozent zurückgegangen.

Erfreuliche Tendenz in Stadt und Landkreis Rosenheim: Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) ist zwischen 1999 und 2009 die Zahl der Herzinfarkt-Toten pro Jahr von 206 auf 171 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang um rund 17 Prozent. In Oberbayern ist in demselben Zeitraum die Sterberate bei Herzinfarkt um 18 Prozent auf 2.275 Fälle gesunken, bayernweit um 13 Prozent auf insgesamt 8.475 Fälle.

"Die positive Entwicklung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Menschen deutlich aktiver und gesundheitsbewusster geworden sind", erklärt Martina Grenz. Die TK-Präventionsberaterin für Rosenheim sieht aber Nachholbedarf bei der Aufklärung über den so genannten "Eva-Infarkt": "Viele Frauen bemerken noch immer zu spät, dass sich ein Herzinfarkt ankündigt. Denn die vermeintlich klassischen Symptome für einen Herzinfarkt wie Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb fehlen bei Frauen oftmals." Dies wissen in Bayern aber nur 43 Prozent, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der TK.

Typische Symptome beim weiblichen Herzinfarkt können zum Beispiel ungewöhnliche Müdigkeit, Atemnot, plötzliche Übelkeit häufig mit Erbrechen, sowie Schmerzen im Oberbauch, am Hals und im Nacken sein. 73 Frauen starben 2009 im Raum Rosenheim an einem Herzinfarkt. Vor zehn Jahren waren es noch 93. Grenz: "Die Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines Herzinfarktes und der Einlieferung in ein Krankenhaus bestimmt die Überlebenschancen. Treten Symptome auf, muss unverzüglich der Notarzt über den Rettungsdienst unter 112 gerufen werden. Bereits am Telefon sollte man den Verdacht auf einen Herzinfarkt äußern." Nicht zuletzt erkennt die TK in der erfreulichen Tendenz erste positive Auswirkungen der Rauchverbote in den letzten Jahren. Durch rauchfreie Bahnhöfe, öffentliche Gebäude, Arbeitsplätze und zuletzt Gaststätten, wird auch die Gesundheit der Passivraucher deutlich weniger gefährdet. Zwar liegen für Bayern noch keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Dennoch gibt es Studienergebnisse aus anderen Ländern, dass Rauchverbote kurz- und mittelfristig Herzinfarkte verhindern.

Presseinformation TK-Landesvertretung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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