Prozess am Amtsgericht Rosenheim:

Bewährung für Inzest mit Tochter

Rosenheim - Ein Vater (42), der mit seiner minderjährigen Tochter einen Inzest begangen hat, wurde jetzt vom Amtsgericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Hintergünde des milden Urteils:

"Hier galt es heute nicht gegen, sondern für die Betroffenen Recht zu sprechen, um diese Tragödie zu einem erträglichen Ende zu führen", so zitieren die OVB-Heimatzeitungen die Urteilsbegründung der vorsitzenden Richterin am Schöffengericht, Jacqueline Aßbichler. Mit diesem milden Urteil an der untersten Grenze der Vertretbarkeit habe das Gericht versucht, einen Schlusspunkt hinter ein Familiendrama zu setzen, das die Justiz seit Jahren beschäftigt und die Betroffenen extrem belastet.

Aus Vater-Tochter-Beziehung wurde erotisches Verhältnis 

Die heute 22-jährige Tochter, die im Landkreis Rosenheim lebt, hatte ihren Vater erst mit 15 Jahren kennengelernt. Wenig später wollte sie von ihrer Mutter weg und zu ihrem Vater nach Kufstein ziehen. Im Juni 2007 zog sie zu ihm, ein Jahr später wurde dann auch das Sorgerecht dem Vater übertragen - und das Drama nahm seinen Lauf:

Aus der Vater-Tochter-Beziehung wurde ein erotisches Verhältnis. Schließlich wurde die Tochter im Alter von 17 Jahren schwanger und brachte 2009 einen Sohn zur Welt. Eine DNA-Analyse bestätigte den Inzest. Wenige Monate später lief die Sache völlig aus dem Ruder: Die Tochter zeigte ihren Vater an und machte die Sache öffentlich.

Laut OVB-Heimatzeitungen habe der Vater vor Gericht ein umfassendes Geständis abgelegt, weshalb sich das Gericht auch zu einer Bewährungsstrafe durchringen konnte.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de sowie in den OVB-Heimatzeitungen.

Quelle: rosenheim24.de

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