Einsatz-Rekord für Traunsteiner Hubschrauber

Arbeitsreichster Monat von "Christoph 14"

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Berchtesgadener Land/Ramsau - Am Freitagabend ging der arbeitsreichste Monat der "Christoph 14"-Geschichte zu Ende. Doch schon am Samstag stand der nächste Einsatz an.

Am Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr mussten die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers "Christoph 14" zum Steinberg im Hochkalter-Massiv ausrücken, wo eine unverletzte Bergsteigerin rund 200 Meter unterhalb des Gipfels im steilen Gelände nicht mehr auf- und absteigen konnte. Die Frau war zuvor abgerutscht und konnte dann wegen einer psychischen Blockade nicht mehr weiter; ein Phänomen, das gerade beim Klettern nach Beinahe-Abstürzen relativ häufig auftritt, da die Angst förmlich den gesamten Körper lähmt.

"Christoph 14" nahm im Tal einen Ramsauer Bergwachtmann auf, holte die Frau mit dem sieben Meter kurzen Rettungstau aus dem Steilgelände ab und flog sie zur Blaueishütte. Dort versorgten sie der Hubschrauber-Notarzt und der Hüttenwirt so gut, dass sie mit ihrer Gruppe wieder selbst ins Tal absteigen konnte.

Insgesamt 30 Bergeinsätze

Der Einsatz am Steinberg war der letzte von insgesamt 30 Bergeinsätzen, die "Christoph 14" im Juli absolvieren musste; die Hälfte davon mit Rettungstau. Mit insgesamt 208 Einsätzen war der Monat der bisher arbeitsreichste überhaupt in der Geschichte des Traunsteiner Rettungshubschraubers. "Christoph 14" musste durchschnittlich pro Tag zu sieben Einsätzen fliegen, wobei Spitzen wie der 22. Juli mit 17 Notfällen dabei waren. "Außergewöhnlich waren auch die besonders vielen schweren Verkehrsunfälle", berichtet Stationspilot Markus Pabst.

Im August ging es gleich auf selben Niveau weiter: Am Samstagmorgen gegen 8.15 Uhr musste die Besatzung zum Kärlingerhaus am Funtensee fliegen, eine 40-jährige Frau mit Knieproblemen abholen und zur Kreisklinik Bad Reichenhall bringen, da die Wanderin aufgrund ihrer Schmerzen den weiten Weg zurück nicht mehr selbständig bewältigen hätte können.

Mit akuter Migräne zusammengebrochen

Am Donnerstagnachmittag gegen 15.45 Uhr ging ein Notruf aus St. Bartholomä am Königssee ein, wo eine 54-jährige Touristin mit einem akuten Migräne-Anfall zusammengebrochen war. Die BRK-Wasserwacht fuhr mit ihrem Motorrettungsboot nach St. Bartholomä, versorgte die Patientin und brachte sie anschließend zur Seelände. Dort übernahm sie eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes und brachte sie in die Kreisklinik Berchtesgaden.

BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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