Weitere Schwerpunktaktion in Raubling

Bundespolizei setzt Güterzugkontrollen fort

Raubling - Ab Montagabend folgen neue Kontrollen am Bahnhof. Das fordert Geduld bei Bahnfahrern, da die Bahnstrecken dafür gesperrt werden.

Ab Montagabend beginnt die Bundespolizei in Raubling erneut mit gezielten Kontrollen von Güterzügen. Die Bundespolizei hat bei entsprechenden Schwerpunktaktionen im Juli auf der Bahnstrecke zwischen Kiefersfelden und Rosenheim rund 100 Migranten auf Güterzügen festgestellt.

Seit Anfang August wurden in München bereits über 20 Personen registriert, die auf diese lebensgefährliche Weise nach Deutschland gelangt waren. Laut Bundespolizei sind die Schwerpunktkontrollen erforderlich wegen der erheblichen Gefahren für Leib und Leben, die den Migranten bei einer Güterzugfahrt drohen. 

Allein am letzten Juliwochenende konnte die lebensgefährliche Reise von etwa 30 Afrikanern am Bahnhof in Raubling beendet werden. Die ursprünglich aus Somalia, Gambia, Guinea und von der Elfenbeinküste stammenden Migranten hatten sich unter Lkw-Aufliegern versteckt. Offenbar hatten sie die damit verbundenen erheblichen Risiken nicht bedacht oder diese schlichtweg in Kauf genommen. 

Die Schwerpunktaktion wird eng mit den Behörden an den Abfahrtsorten und den jeweiligen Verkehrsunternehmen abgestimmt. Aus Sicherheitsgründen muss die Bahnstrecke für die Dauer der einzelnen Kontrollen gesperrt werden. Insofern lassen sich Auswirkungen auf den Personenverkehr nicht vermeiden.

Zur Unterstützung der Maßnahmen wird voraussichtlich auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen. Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung um Verständnis.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Julian Strate

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