Winter-Notfallplan tritt in Kraft

190 Asylbewerber kommen in die Sporthalle

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Vorbereitungen für die Ankunft der Asylbewerber: Derzeit wird ein Schutzboden in der Halle verlegt.
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Raubling - Die Dreifach-Sporthalle am Raublinger Gymnasium wird gerade für die Unterbringung von Asylbewerbern vorbereitet. Wann die Flüchtlinge im Landkreis ankommen sollen:

UPDATE 14.10 Uhr: Es werden 190 Asylbewerber erwartet

Die Regierung von Oberbayern teilte uns soeben mit, dass am Samstagnachmittag insgesamt 190 Asylbewerber in Raubling eintreffen und in der Sporthalle des Gymnasiums Raubling untergebracht werden.

Die Flüchtlinge werden auf vier Busse verteilt, die mit je einer Stunde Abstand in der Inntalgemeinde erwartet. Diese Vorgehensweise erleichtert die Registrierung und vermeidet unnötige Wartezeiten. Unklar sind weiterhin die Nationalitäten der Asylbewerber, so Michael Fischer von der Pressestelle des Landratsamtes.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen ist aber davon auszugehen, dass es sich insbesondere um Asylbewerber aus den West-Balkanstaaten handeln dürfte.

Erstmeldung: Kosovo-Asylbewerber werden untergebracht

Bereits im November hatte das Landratsamt bekanntgegeben, dass die Dreifach-Sporthalle am Raublinger Gymnasium für den Winter-Notfallplan der Bayerischen Staatsregierung angemeldet wurde. Anfang der Woche hat Bayerns Sozialministerin Emilia Müller entschieden, dass die Bezirksregierung nunmehr auf Kapazitäten des Winter-Notfallplans zurückgreifen könne. Grund: Die Zahl der Asylbewerber aus den West-Balkanstaaten sei in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. Allen voran stehe hier das Kosovo. Deshalb seien weitere Kapazitäten notwendig. In der Pressemitteilung des Staatsministeriums ließ Müller verlautbaren: "Am Montag kamen über 800 Kosovaren allein in Bayern an. Die Asylbewerber aus den West-Balkanstaaten stellen uns bei der Unterbringung vor neue, große Herausforderungen. Wir müssen deshalb auf Kapazitäten, die im Rahmen des Winter-Notfallplans vorgesehen sind, zurückgreifen."

Und das betrifft nun auch die Dreifach-Sporthalle in Raubling. Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte uns Schulleiterin Kathrin Hörmann-Lösch, dass die Halle gerade für die Ankunft der Asylbewerber vorbereitet werde. Derzeit werde gerade ein Schutzboden verlegt. "Am Samstag, ab 15 Uhr, sollen dann die ersten Flüchtlinge in die Sporthalle einziehen." Wie viele es sein werden, wisse sie bislang noch nicht. Laut dem Notfallplan können bis zu 200 Asylbewerber untergebracht werden.

Bilder von den Arbeiten in der Halle

Sporthalle wird zur Asylbewerber-Unterkunft

Wie Bürgermeister Olaf Kalsperger berichtet, sei er am Donnerstag, um 17 Uhr darüber informiert worden, dass am Samstag Asylbewerber nach Raubling kommen werden. "Wir wissen aber nicht, aus welchen Nationen sie kommen und wie viele es sein werden." Unklar sei auch, wie lange die Flüchtlinge in der Turnhalle unterkommen werden. "Der Notfallplan sieht einen Zeitraum von voraussichtlich fünf bis sechs Wochen vor. Doch ich persönlich glaube nicht, dass sechs Wochen ausreichen werden."

Der Pressesprecher des Landratsamtes, Michael Fischer, erklärte: "Wir warten jetzt noch ab, wie viele Asylbewerber definitiv kommen werden. Erst dann können wir auch entscheiden, wie viele Betten aufgestellt werden." Derzeit sei nur klar, dass die Halle bis Samstag, 15 Uhr, hergerichtet sein muss. 

Offizielle Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim:

 In der Sporthalle des Gymnasiums in Raubling haben heute Vormittag (13. Februar) die Aufbauarbeiten begonnen, um dort Asylbewerber unterbringen zu können. Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hatte am Donnerstagabend Landrat Wolfgang Berthaler angerufen und den Winter-Notfallplan der Bayerischen Staatsregierung für den Landkreis Rosenheim aktiviert.

Am morgigen Samstag ab 15 Uhr soll die Dreifachsporthalle für die Ankunft von Asylbewerbern bereitstehen. Derzeit ist allerdings noch nicht bekannt, ob und wenn ja wann Flüchtlinge nach Raubling kommen. Offen ist auch, wie viele es sein werden und welche Nationalitäten sie haben.

Die Mitarbeiter des Landkreisbauhofs haben begonnen, einen Schutzbelag auf dem Hallenboden auszulegen. Darüber hinaus müssen Betten, Trennwände und Biertischgarnituren aufgestellt werden. Die Verpflegung, Müllentsorgung und Toilettenwagen sind organisiert. Das Bayerische Rote Kreuz kümmert sich um die Bettwäsche und wird eine Grundausstattung an Bekleidung für die Neuankömmlinge bereitstellen. Die Schulleitung und die Gemeinde Raubling sind verständigt.

Quelle: rosenheim24.de

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