Der Polizei geht „dicker Fisch“ ins Netz

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Raubling - Es ist schon unglaublich, was bei uns über die Autobahnen rollt: Mit diesem Schwertransporter ging der Polizei auf der A8 ein wirklich "dicker Fisch" ins Netz. Was alles missachtet wurde:

In den Abendstunden des 13. Mai ging der Verkehrspolizei Rosenheim ein wahrlich „dicker Fisch“ ins Netz. Auf der Autobahn A8, im Bereich des Inntaldreiecks, wurde ein italienischer Schwertransporter, der mit einem Teil eines Windkraftrades beladen war, von den Spezialisten der Rosenheimer Verkehrspolizei überprüft.

Bei der Kontrolle des 43-jährigen Fahrers aus Italien wurde festgestellt, dass dieser den 57 Tonnen schweren Sondertransport ohne gültigen Führerschein gefahren hat. Die Überprüfung der Geschwindigkeitsaufzeichnung ergab teilweise Spitzen über 100 km/h. Offenbar kümmerte den Fahrern die in der Ausnahmegenehmigung festgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten für seinen Schwertransport nicht sonderlich. Als wäre das nicht schon genug, wurden ihm auch noch erhebliche Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht nachgewiesen.

Anschließend nahmen die Beamten den Sondertransport selbst genauer unter die Lupe. Dabei entdeckten sie neben technischen Mängeln, wie defekte oder fehlende Beleuchtungseinrichtungen, auch gravierende Fehler bei der Ladungssicherung.

Dies alles führte dazu, dass die Weiterfahrt des Schwertransportes untersagt wurde. Es musste nicht nur ein neuer Fahrer eingesetzt, sondern auch alle festgestellten Mängel beseitigt werden. Den Fahrer und die für den Transport verantwortliche Firma erwarten nun empfindliche Geldbußen. Der Fahrer muss sich außerdem noch in einem Strafverfahren verantworten. Die zu erwartenden Strafen wurden noch an Ort und Stelle in Form einer hohen Sicherleistung einbehalten, ehe der „dicke Fisch“ seine Reise nunmehr vorschriftenkonform und verkehrssicher fortsetzen durfte.

Nachtrag 19.05 Uhr:

Eigentlich sollte dem Schwertransport am Dienstag nach Behebung aller Mängel und Hinterlegung der Sicherheitsleistung die Weiterfahrt durch einen neuen Fahrer mit gültigem Führerschein gestattet werden. Allerdings brachte eine genaue Verwiegung des Sondertransports noch eine weitere gravierende Beanstandung ans Licht: Die Achsen sind um bis zu 10 % überladen. Somit muss der Schwertransport weiterhin abgestellt bleiben, solange entweder eine neue Ausnahmegenehmigung ausgestellt oder die Fracht umgeladen wird.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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