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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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Bis zu 18 Personen hebt ein Super Puma

Busfahren in der Luft: Mit dem "Super Puma" geübt

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Bad Reichenhall - Schwieriges Gelände, Wind und Wetter: Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen. Die Luftretter halten sich daher mit Übungen fit. Diesmal in einem "Super Puma":

17 Luftretter der Bergwachten Bad Reichenhall, Teisendorf-Anger und Freilassing haben unter der Leitung von Ausbilder Manfred Hasenknopf zusammen mit der Bundespolizei-Fliegerstaffel Süd aus Oberschleißheim eine große Luftrettungsübung bei der Reichenhaller Bergwachthütte auf der Törlschneid im Lattengebirge durchgeführt. Trotz aller Routine ist jeder Ernstfall eine neue und nicht vergleichbare Herausforderung für die gesamte Mannschaft: Schwieriges Gelände, Wind und Wetter sowie der Zustand des Patienten verlangen allen Beteiligten immer wieder viel Improvisationsvermögen ab, weshalb sie die Abläufe regelmäßig trainieren müssen.

Bereits morgens um 7 Uhr am Samstag telefonierten Pilot Heiko Thurm und Ausbilder Manfred Hasenknopf und besprachen die Wettersituation. Glücklicherweise herrschte in Oberschleißheim und Bad Reichenhall Sonnenschein, so dass die Besatzung pünktlich losfliegen konnte. Nach der obligatorischen Einweisung an der Maschine am Landeplatz in der Reichenhaller Kaserne wurden die Ausbilder und ein Teil der Übungsteilnehmer zur Törlschneid geflogen. Im zweiten Flug wurden drei Luftretter aus Freilassing zum Eingang der Riesending-Höhle auf dem Untersberg gebracht, die dort noch das restliche Material aus dem Container holen sollten. Um keine Zeit zu verlieren - das Wetter war unbeständig mit Nebel und Regenschauern gemeldet - flog die „Super Puma“ inzwischen zur Törlschneid zurück und begann mit der Übung. Zwischenzeitlich zogen Wolken über den Untersberg, so dass die Abholung der drei Bergretter von der Höhle kurz einmal in Frage stand. „Petrus meinte es aber gut und in einer Wolkenlücke rauschte die „Super Puma“ kurz zur Riesending-Höhle zurück und nahm die Bergretter zusammen mit dem Material aus dem Container auf, um dann den Übungsbetrieb auf der Törlschneid wieder fortzusetzen“, berichtet Hasenknopf.

Bergwacht & Bundespolizei-Fliegerstaffel üben im Lattengebirge

„Normalerweise trainieren wir regelmäßig mit kleineren Hubschraubern des Typs „EC135“, wie dem in Traunstein stationierten „Christoph 14“ oder auch mit dessen großer Schwester, der „EC155 B“, einem leichten Transporthubschrauber der Bundespolizei. Die „Super Puma“ mit einer Kapazität für bis zu 18 Personen ist da schon etwas ganz Besonderes; das ist wie Busfahren in der Luft!“, schwärmt Luftretter und Bergwacht-Pressesprecher Marcus Goebel. Einsatztaktisch ist der leistungsstarke Hubschrauber mit einer 90-Meter-Rettungswinde für größere Schadenslagen im Gebirge besonders wertvoll, da er beispielsweise bei Lawinenunglücken oder Höhleneinsätzen innerhalb kurzer Zeit sehr viel Material und viele Helfer zum Schadensort bringen kann. Goebel: „Gerade der Einsatz an der Riesending-Höhle hat gezeigt, wie wichtig und zugleich praktisch die „Super Puma“ hier ist.“

An zwei Stationen in der Nähe der Törlhütte konnten die ehrenamtlichen Retter und die Hubschrauber-Besatzung üben, wie im Ernstfall Einsatzkräfte und Material mit der Rettungswinde abgesetzt und wieder aufgenommen werden. Der Schwerpunkt der Übung lag beim Patiententransport mit Hilfe des Luftrettungssackes. „Die Handgriffe bei einem Luftrettungseinsatz müssen bei jedem Hubschraubermuster sitzen. Das Besondere an der „Super Puma“ ist neben der Größe der Maschine auch, dass die Winde an der rechten Seite angebracht ist, während bei fast allen anderen Mustern die Winde links ist. „Hier ist Umdenken angesagt“, erklärt Ausbilder Dr. Klaus Burger. Während bei der Übung vor zwei Jahren auf der Törlschneid möglichst viele Windengänge mit möglichst unterschiedlichen Szenarien geübt wurden, lag diesmal der Schwerpunkt auf der Wiederholung und Verfeinerung der Abläufe. So wurde bei den Windengängen ausschließlich mit Handzeichen und ohne Funk gearbeitet.

Die Abschlussbesprechung spiegelte das hohe Ausbildungsniveau der Luftretter wieder. So wurden seitens der Hubschrauberbesatzung keine sicherheitsrelevanten Fehler festgestellt. „Als am Nachmittag alle Teilnehmer wieder am Landeplatz in der Kaserne waren, war zwar wieder ein Tag für die Bergwacht geopfert, aber in der Gewissheit, den Umgang mit der „Super Puma“ zu beherrschen und für den nächsten Einsatzfall gerüstet zu sein“, resümiert Goebel.

BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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