Vermisstensuche mit glücklichem Ausgang

+

Bad Reichenhall/Piding - Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat nach einem vermissten 20-Jährigen gesucht, der unversehrt nach zwei Nächten Winterbiwak am Geißaibl wieder auftauchte.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Bergwacht und Polizei hat am Sonntagnachmittag am Fuderheuberg und Hochstaufen nach einem vermissten 20-jährigen Salzburger gesucht, der schließlich unversehrt nach zwei Nächten Winterbiwak am so genannten Geißaibl wieder auftauchte. Der Vater des Vermissten hatte beim Spazierengehen in der Staufenbrücke das Motorrad seines Sohns entdeckt und gegen 11 Uhr besorgt bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf abgesetzt, die daraufhin Polizei und Bergwacht alarmierte.

Da der junge Mann bereits am Freitag mit Bergausrüstung aufgebrochen und nicht mehr über Handy erreichbar war, mussten die Einsatzkräfte von einem Notfall ausgehen. Die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ startete mit einem Bergwachtmann an Bord, um Vorder-, Hoch- und Mittelstaufen großräumig aus der Luft nach Spuren im Schnee abzusuchen. Insgesamt neun Suchhundeteams der Bergwacht-Lawinenhundestaffel und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei stiegen zu Fuß über die Wege auf der Staufen-Nordseite und den Fuderheuberg auf, um den 20- Jährigen zu finden. Die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei setzte zusätzlich mehrere Suchgruppen mit umfangreicher Sicherheitsausrüstung im Schwebeflug und mit der Rettungswinde am Hochstaufen-Gipfel ab, die dann den Grat und die Wege talwärts abgingen.

„Im Abstieg konnten wir die Lawinengefahr wesentlich besser einschätzen. Wegen der frühen Dämmerung und einer angekündigten Unwetter-Front war Eile geboten“, berichtet Einsatzleiter Dr. Klaus Burger. Da das Handy des Vermissten an einem Funkmasten am Salzburger Hauptbahnhof eingeloggt war, konnte die Polizei zunächst nicht den genauen Aufenthaltsort bestimmen. Gegen 14.25 Uhr erreichte der Vater dann schließlich seinen Sohn über Handy, der angab, dass er am so genannten Geißaibl in rund 1.100 Metern Höhe am Fuderheuberg zwei Nächte lang biwakiert hatte und nun absteigen werde. Die Hubschrauberbesatzung der Bundespolizei brachte die Suchmannschaften vom Staufengrat wieder zurück ins Tal und eine Polizeistreife wartete in der Staufenbrücke auf den 20-Jährigen, um sicherzustellen, dass er wohlbehalten im Tal ankommt.

Große Vermisstensuche am Staufen

Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte rund drei Stunden lang gefordert, darunter die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger, die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall, die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau, die Bergwacht Berchtesgaden mit ihrem Tankanhänger und zwei Hubschrauberbesatzungen.

Pressemitteilung BRK BGL/ml

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser