Bombenfund am Rosenheimer Bahnhof

"Ein großer Dank an alle beteiligten Helfer"

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Gabriele Bauer nach der Entschärfung und der Verladung der Fliegerbombe
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Rosenheim - Nach der erfolgreichen Entschärfung der Fliegerbombe in der Nähe des Bahnhofs dankt die Stadt den Helfern. Thomas Bugl mahnt aber gleichzeitig vor weiteren möglichen Funden.

Nach der erfolgreichen Entschärfung der Fliegerbombe im Rosenheimer Bahnhofsareal nutzt der Sprecher der Stadt, Thomas Bugl, die Gelegenheit, um sich bei der Vielzahl an beteiligten Rettungs- und Einsatzkräften für ihre Leistungen zu bedanken. "Die über 300 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Ein ganz großes Lob geht an dieser Stelle auch an alle Mitwirkenden, die es geschafft haben, den Krisenstab innerhalb sehr kurzer Zeit zur Einsatzbereitschaft zu bringen," so der Pressesprecher der Stadt Rosenheim.

Neues Videointerview mit Thomas Bugl am Tag nach dem Bombenfund

Behindert wurden die Evakuierungsmaßnahmen am Mittwoch durch eine kleine Gruppe Jugendlicher. "Leider wurden hier einige Kräfte gebunden, die an anderer Stelle natürlich gebraucht wurden", erklärt Bugl. Deshalb und aufgrund von Einzelpersonen, die separat in die Notunterkünfte verbracht werden mussten, hätten sich die Maßnamen zur Räumung der betroffenen Gebiete teilweise um bis zu eine Stunde verzögert. "Wir bedanken uns für das Verständnis der Anwohner, haben aber gleichzeitig aus den Vorkommnissen gelernt." Alles in allem sei man aber dennoch unter der von der Polizei veranschlagten Zeit für die Evakuierung gelegen, so der Sprecher der Stadt.

Bilder aus dem Krisenstab und von den Evakuierungsmaßnahmen der Einsatzkräfte

Bombenfund in Rosenheim (2)

"Leider könnte  es auf dem Bahnhofsareal in Zukunft noch zu weiteren Kampfmittelfunden kommen", erklärt Thomas Bugl. Aufgrund der Tatsache, dass der Rosenheimer Bahnhof besonders in den letzten Tagen und Wochen des Zweiten Weltkriegs vermehrt Ziel der allierten Bomberverbände gewese sei, könnten sich noch weitere Blindgänger im Untergrund befinden. Der Pressesprecher wies ausdrücklich darauf hin, dass im Vorfeld der Baumaßnahmen am Bahnhof keine vollständige Säuberung sondern lediglich eine Sondierung, also eine stichprobenartige Untersuchung stattgefunden habe. Unter Zuhilfenahme von alten Luftbildern, die das Gebiet kurz nach den letzten Angriffen zeigten, sei durch eine externe Firma eine Analyse auf mögliche Altlasten erstellt worden.

Bilder der entschärften Fliegerbombe vom Mittwoch

Das ist die Rosenheimer Bahnhofs-Bombe!

Ergebnis der Untersuchung sei deshalb eine Liste gewesen, anhand der Probebohrungen in den Zentren der ehemaligen Explosions- und Einschlagkratern durchgeführt wurden, so Bugl. Einen Garantie, dass im gesamten Bahnhofsbereich bis zu einer Tiefe von 1,70 Meter keine Blindgänger mehr zu finden seien, gäbe es somit nicht. Glücklicherweise sei der Boden zumindest mit sonstigen Altlasten, wie zum Beispiel Handgranaten, Munition, Waffen oder Unrat nicht belastet.

Der Fundort der 500-Pfund-Bombe im nördlichen Bahnhofsareal

Bombenfund am Bahnhof

Begeistert zeigte sich Thomas Bugl von der professionellen Arbeit der Entschärfer. "In nur 34 Minuten hatten es die Spezialisten der Polizei aus München geschafft, die Bombe zu entschärfen und bereits zu verladen." Auch die Tatsache, dass zur selben Zeit am Bahnhof in Mühldorf eine weitere Fliegerbombe bei Bauarbeiten entdeckt wurde, konnte das Sprengstoffkommando nicht aus dem Konzept bringen. "Ein großes Lob an die Bombenentschärfer, die mit Ruhe und absoluter Sorgfalt Schlimmeres von den Häusern und dem Eigentum der Einwohner abhalten konnten", so Thomas Bugl am Donnerstag morgen im Rathaus.

Quelle: rosenheim24.de

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