Furchtbarer Hauseinsturz im Allgäu

Vater (42) und Tochter (7) waren sofort tot - Ursache für Explosion geklärt

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Eine Mitarbeiterin der Kriminalpolizei steht in den Trümmern eines zerstörten Hauses. Am Morgen wurde dort die Leiche eines Mädchen gefunden.
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  • Markus Zwigl
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  • Katja Schlenker
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  • Julia Volkenand
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Rettenbach - In Rettenbach am Auerberg im Ostallgäu hat sich am Sonntagmorgen eine folgenschwere Explosion ereignet. Ein Haus stürzte ein.

Was wir wissen

  • Am Sonntag, den 19. Mai gab es in einem Wohnhaus in Rettenbach im Allgäu eine gewaltige Explosion
  • Das Haus wurde dabei komplett zerstört
  • Im Haus befanden sich ein Kind (7) und beide Eltern
  • Die Mutter wurde gegen 13 Uhr schwer verletzt aus den Trümmern geborgen, die Suche nach Mann und Kind dauerte an
  • In der Nacht zum Montag, den 20. Mai wurde der Vater (42) tot geborgen
  • Gegen 8 Uhr wurde schließlich auch das Kind tot aufgefunden
  • beschädigte Gasleitung als Ursache 

UPDATE, 18.10 Uhr - Ursache für Explosion geklärt

Nun steht fest, was die verheerende Explosion in Rettenbach, bei der ein Mann und ein Kind starben, verursachte.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde neben dem komplett zerstörten Wohnhaus eine beschädigte Leitung für Flüssiggas entdeckt. Über einen längeren Zeitraum strömte dadurch wohl Gas ins Haus - das Gebäude selbst hatte keinen Gasanschluss. Polizeisprecher Jürgen Krautwald: „Wie diese Beschädigung verursacht wurde und wie das Flüssiggas in das Wohnanwesen gelangte, ist noch nicht abschließend geklärt.“

UPDATE, 16.55 Uhr - Ermittler überprüfen Gasleitung in der Nähe

Nach der Wohnhausexplosion mit zwei Toten im Allgäu überprüfen die Ermittler eine Gasleitung in der Nähe als mögliche Unglücksursache. Am Montag hatten Feuerwehrleute die beiden Leichen in den Trümmern des Gebäudes in Rettenbach am Auerberg entdeckt.

Die Identifizierung der Toten bestätigte nach Angaben der Polizei, dass es sich um den vermissten 42 Jahre alten Vater und seine siebenjährige Tochter handelte.

Die Explosion hatte das Wohnhaus der Familie war am Sonntagvormittag dem Erdboden gleichgemacht. Etwa zwei Stunden später war die 39 Jahre alte Mutter mit schweren Verletzungen aus dem Schutt geborgen worden. Die beiden Söhne des Paares überlebten, weil sie auf einem Spielplatz waren. Auch die Mieterin einer Einliegerwohnung war bei der Explosion nicht in dem Haus.

Stunden nach der Explosion haben Helfer zwei Leichen geborgen. 

Bei dem Vorfall waren die Stockwerke des Wohnhauses in sich zusammengefallen, Trümmerteile flogen mehr als 100 Meter weit. Drei Nachbargebäude wurden beschädigt, eines davon sehr stark.

UPDATE, 15.10 Uhr - Spendenaktion ins Leben gerufen

Der Landkreis Ostallgäu hat nach der Explosion eines Wohnhauses in Rettenbach zu einer Spendensammlung aufgerufen, berichtet all-in.de. Der Allgäuer Hilfsfonds habe den Aufruf unter der Führung von Landrätin Maria Rita Zinnecker gestartet, um die Familie zu unterstützen. Die Spenden sollen direkt an die Betroffenen Menschen gehen, also die Angehörigen und Nachbarn, deren Häuser beschädigt wurden, gehen. 

UPDATE, 10.35 Uhr - Vater und Tochter sofort tot

Inzwischen wurden auch die verschüttete Siebenjährige und ihr Vater tot geborgen. Wie das Lokalportal der Allgäuer Zeitung all-in.de berichtet, seien beide nach Angaben des leitenden Notarztes Dr. Zimmermann sofort tot gewesen. Wie genau es zu den Explosion kam, ist derzeit unklar. Ersten Informationen der Polizei nach, sei die Druckwelle der Explosion aber nur in eine Richtung gegangen. Diese sei so stark gewesen, dass das Auto der Familie aus der Garage und auf die Straße geschleudert worden sei, berichtet all-in.de.

Nach Explosion in Rettenbach: Vater und Tochter tot 

UPDATE, 9.50 Uhr - Rätsel um Explosionsursache

Bisher wurde von einem Gasleck als Ursache für die verheerende Explosion in dem Wohnhaus in Rettenbach ausgegangen. Nun berichtet der BR, dass das relativ neue Haus laut Landrätin Maria Rita Zinnecker gar keinen offiziellen Gasanschluss habe. Ein Physiker soll nun die Polizei beraten und den Explosionsherd ermitteln. Es wird davon ausgegangen, dass dieser sich im Inneren des Hauses befindet. 

UPDATE, 8.15 Uhr - Siebenjährige tot in Rettenbach geborgen

Nun ist auch das siebenjährige Mädchen in Rettenbach tot aus den Trümmern geborgen worden. Das teilt der Sprecher des BRK auf Twitter mit.

UPDATE, 20. Mai, 5.50 Uhr  - Mann in Rettenbach tot geborgen 

Seit Stunden sind rund 350 Rettungskräfte im Ostallgäu im Einsatz, um zwei Personen aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Rettenbach am Auerberg zu retten. Am Sonntagmorgen ist das dreistöckige Zweifamilienhaus nach einer Explosion komplett zusammengestürzt. Mithilfe von Schweinwerferlicht und zum Teil mit bloßen Händen, wie Helfer von vor Ort berichten, graben sich die Rettungskräfte durch die Trümmermassen.

In der Nacht zum Montag ist ein Mann tot aus den Trümmern geborgen worden. Es soll sich um den 42-jährigen Familienvater handeln, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Das siebenjährige Mädchen - die Tochter der Familie - wird weiter vermisst.

UPDATE, 21 Uhr - Suche wird bis in die Nacht andauern

Mit Scheinwerfern suchen die Rettungskräfte nun auch im Dunkeln weiterhin nach der Siebenjährigen und ihrem Vater, die nach wie vor in dem eingestürzten Haus verschüttet sind. Das berichtet unser Partnerportal tz.de

UPDATE, 18 Uhr - neue Details zu den Verschütteten

Wie das lokale Nachrichtenportal all-in.de berichtet, werden weiterhin ein siebenjähriges Mädchen und sein 42-jähriger Vater unter den Trümmern des Hauses gesucht. Zwei der drei Kinder, die in dem Haus leben, habe die Polizei beim Spielen im Ort gefunden, sie werden derzeit psychologisch betreut.

UPDATE, 16 Uhr - Gas als Explosionsursache vermutet

Wie t-online.de berichtet vermutet die Polizei, dass eine Gasexplosion an dem Unglück schuld sei. Nach wie vor sind ein Kind und ein Mann, vermutlich der Vater, verschüttet.

UPFATE, 15.30 Uhr - Weiter verschüttet: Mann und Kind 

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet werden nach wie vor ein Mann und Kind vermisst. Ein junges Paar und eine fünfköpfige Familie sollen in dem Haus wohnen. Das Paar und zwei Kinder waren zum Zeitpunkt der Explosion aber wohl nicht im Haus. 170 Retter seien derzeit vor Ort, darunter auch Spürhunde. 

UPDATE, 13.15 Uhr - Mutter schwer verletzt gerettet

Soeben wird gemeldet, dass eine Frau aus den Trümmern gerettet worden ist. Bei der Schwerverletzten soll es sich um die Mutter einer insgesamt fünfköpfigen Familie handeln, die in dem Haus gelebt hat. Ein Erwachsener, vermutlich der Familienvater, und ein Kind werden weiter vermisst. Die beiden anderen Kinder der Familie sollen zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus gewesen sein. Auch zwei Untermieter sollen sich nicht im Haus aufgehalten haben.

Insgesamt mussten 15 Anwohner die umliegenden Häuser verlassen. Ein Haus wurde schwer, ein weiteres leicht beschädigt. Die Anwohner sowie die weiteren Bewohner, die sich zum Unglückszeitpunkt nicht im Haus befanden, werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Derzeit befinden sich rund 150 Einsatzkräfte vor Ort. Die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Ostallgäu, die Bergwacht, das Technische Hilfswerk, Rettungs- und Hilskräfte sowie eine Vielzahl von Polizeikräften. Des Weiteren sind Suchhunde, drei Rettungs- und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Ursache des Unglücks ist derzeit unklar. Die Kriminalpolizei Kempten hat die weiteren Ermittlungen vor Ort übernommen. Die Bergungsmaßnahmen vor Ort dauern an, das Ende ist nicht absehbar, wie das zuständige Polizeipräsidium Schwaben Südwest in Kempten mitteilte.

Hausexplosion in Rettenbach im Ostallgäu

UPDATE, 12.55 Uhr - Augenzeuge schildert Details

Die Bild-Zeitung hat mit weiteren Nachbarn gesprochen. Einer davon schilderte die dramatischen Momente: "Das Haus ist in sich zusammen gefallen wie ein Kartenhaus. Das ist unfassbar. Es war elf Meter hoch, jetzt ist es weg."

UPDATE, 12.40 Uhr - Nur noch ein Trümmerhaufen

Auch die Polizei ist mit einem größeren Aufgebot an der Unfallstelle im Einsatz. Unklar ist derzeit immer noch, ob es bei dem Unglück Verletzte oder sogar Tote gegeben hat. Fest steht nur, dass von dem dreistöckigen Gebäude nur ein riesengroßer Trümmerhaufen übrig geblieben ist. In Kürze soll auch ein Polizeihund zum Einsatz kommen, der nach den vier vermissten Personen suchen soll.

Die Erstmeldung:

Nach aktuellen Polizeiangaben gelten vier Personen als vermisst. Es ist davon auszugehen, dass sie in dem beschädigten Haus eingeschlossen sind. Laut Augenzeugen war die Explosion derart heftig, dass zwei daneben stehende Häuser ebenfalls beschädigt worden sein soll. Das betroffene Haus selbst sei "wie ein Kartenhaus zusammengefallen", berichtet die Bild-Zeitung.

Passiert ist das Ganze am Sonntagvormittag, 19. Mai, gegen 9.50 Uhr. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Die genauen Hintergründe sind noch völlig unklar. Ein Sprecher sagte gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) lediglich, dass das Dach des dreistöckigen Gebäudes nun auf dem Erdgeschoss aufliege.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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