Revisionsprozess: Ex-Bürgermeister sagt aus

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Mit Spannung wird die Aussage des ehemaligen Bürgermeisters Wolfgang Heitmeier erwartet.

Bad Reichenhall/Traunstein - Im Revisionsprozess um den Einsturz der Eislaufhalle wird heute mit Spannung die Aussage des ehemaligen Oberbürgermeisters Wolfgang Heitmeier erwartet.

Dabei geht es vor allem um ein Gutachten, das die Stadt von dem angeklagten Bauingenieur Rüdiger S. haben wollte.

Es sind nur wenige Worte, aber die hatten verheerende Folgen: Die Reichenhaller Eishalle sei in einem "allgemein guten Zustand". So hatte es der angeklagte Gutachter 2003 in einer Untersuchung formuliert. Die Stadt verließ sich darauf, sanierte die Halle nicht - und am 2. Januar 2006 stürzte sie dann unter tonnenschwerem Schnee ein, tötete 15 Menschen, die meisten davon Kinder.

Strittig ist die Frage, warum der Angeklagte speziell die Dachkonstruktion nicht genauer untersucht hat. Er sagt dazu: Die Stadt hat nur nach einer oberflächlichen Begutachtung verlangt. Zudem habe er die Stadtverantwortlichen in einer Notiz darauf hingewiesen, dass die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion überprüft werden sollte. Diese Überprüfung sei nicht durchgeführt worden und die Notiz sei dann auch verschwunden.

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Spannend ist deshalb heute, ob Heitmeier oder der ehemalige Leiter des Hochbauamtes diese Version bestätigen. Dabei geht es in erster Linie um die Frage, was für eine Untersuchung die Stadt von dem Angeklagten eigentlich haben wollte. Die ehemalige Stadtbaudirektorin Henrike Seitz konnte am Dienstag praktisch nichts zur Klärung des Sachverhalts beitragen. Sie gab an, nichts über die Untersuchung gewusst zu haben. Laut Seitz war der damalige Leiter des Hochbauamtes für die Abwicklung dieses Gutachtens zuständig. Dieser wird auch noch vor Gericht aussagen. Wie Bayernwelle SüdOst weiter berichtet, erklärte Seitz bei ihrer Aussage, einige Gedächtnislücken zu haben und verstrickte sich stellenweise in Widersprüche.

Quelle: Bayernwelle SüdOst/re

 

Quelle: BGland24.de

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