Aiwanger: "Helfen CSU gerne auf die Sprünge!"

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Rohrdorf - Zu einem agrarpolitischen Frühschoppen und einem Tag der Landwirtschaft hatte die Rohrdorfer Jungbauernschaft im Rahmen ihrer Festwoche zum 60-jährigen Bestehen eingeladen.

Eigentlich sollte ein prominenter Redner der CSU kommen, doch die waren wegen anderer Terminverpflichtungen nicht greifbar. Gerne sprang deshalb der Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ein, der landesweit mit markigen Sprüchen für Aufsehen sorgt.

„Ich freue mich, dass man an die Freien Wähler denkt, wenn die CSU ausfällt“, sagte Aiwanger unter dem Beifall der Zuhörer im Festzelt der Rohrdorfer Jungbauern. Der Chef der Freien Wähler sagte, „wir helfen der CSU gerne auf die Sprünge und stehen als Sanitäter zur Seite, wenn sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Es sei ein Glück, dass es Freie Wähler gibt wenn die „Schwarzen“ nicht mehr abdecken, was sie früher vertreten haben. „Wir brauchen auch keine linken Piraten, sondern vernünftige Kräfte der bürgerlichen Mitte", so der kämpferische Vorsitzende, der in seiner über einstündigen Rede lautstark die politische Arbeit seiner Gegner im bayerischen Landtag geißelte.

Besonders waren es zu Anfang agrarpolitische Themen. Das Thema dürfe nicht alleine von der Landwirtschaft und der Politik diskutiert werden, hier gehöre die Öffentlichkeit dazu. Für die freien Wähler gebe es da allerdings keine Diskussion, „wir stehen für eine flächendeckende bäuerliche, inhabergeführte Landwirtschaft und nicht für eine Agrarindustrie, wo wenige Auswärtige bestimmen, wo es bei uns lang geht “, sagte Aiwanger. Es seien die Rahmenbedingungen, die vielfach die Landwirte an die Wand spielt.

So sei das Thema Energiewende eine Riesenchance, die Bauern draußen Geld verdienen zu lassen, wenn es die Politik nur zuließe. Aiwanger verurteilte Energieriesen wie Eon, die Hunderten von Bauern mit der Ausrede eines Computerfehlers die Einspeisevergütung der Photovoltaikanlagen schuldig bleibe. Es dürfe auch nicht sein, dass der Staat nur Biogas-Großanlagen fördere und kleine, überschaubare Anlagen der Bauern pleite gehen lasse. Das sei die Fortführung des Größenwahns, sagte Aiwanger.

Die Freien Wähler seien entschieden dagegen, landwirtschaftliche Flächen Spekulanten zu überlassen, wie dies im Ostblock der Fall sei. Kleine Strukturen forderte Aiwanger auch in der Erzeugung und Vertrieb von Lebensmitteln auf dem Land. Die Landwirtschaft der Bäcker und der Metzger müsste auf dem Dorf erhalten und dürfen nicht den Monopolisten überlassen werden, sagte Aiwanger.

Weitere Themen seiner Rede waren die Finanzkrise, Griechenland und die seiner Meinung nach ungerechte, einseitige Verteilung von Geld in die Sozialsysteme, schnelles Internet, das die Staatsregierung verschlafen habe, überschaubare Schulen und die Hausarztversorgung auf dem Land. Beim Thema Spekulanten sei es jedem freigestellt, sein Geld zu verzocken, nicht aber mit dem Geld der Bürger via Rettungsschirm, so Aiwanger.

jre

Quelle: rosenheim24.de

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