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Um Gottes Willen: Bitte keinen Ernstfall

Rollende Zeitbombe: Das sagt InfraServ zum maroden Chemie-Lkw

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Burgkirchen - Ein Sattelzug, welcher Gefahrgut laden wollte, wurde nach Hinweis des Werksschutzes von der Polizei kontrolliert.  Dabei haben die Beamten festgestellt, dass sich der Lkw in einem äußerst maroden Zustand befindet.

Nach der Meldung über einen maroden Sattelzug, der da am Montag im Chemiepark Gendorf vorgefahren ist, um Gefahrgut aufzunehmen, hat innsalzach24.de bei der Pressestelle der InfraServ nachgefragt:

  • Wie ist das mit der Sicherheit in so einem Fall? 
  • Wie kann es sein, dass so ein Sattelzug trotz der offenbar offensichtlichen Mängel am Werkstor vorfährt? 
  • Muss sich die Bevölkerung sorgen machen?

Hier sind die Antworten von InfraServ:

Allgemeines

Im Chemiepark GENDORF herrschen höchste Sicherheitsstandards, um die Standortsicherheit zu gewährleisten. Unser Werkschutz, der im Übrigen nicht outgesourct ist, nimmt dabei eine wichtige Funktion ein. Sein Leistungsspektrum reicht vom Tor- und Streifendienst über Ermittlungen bei Sachbeschädigungen bis zur Kontrolle von Gefahrguttransporten. Letzteres wird u.a. auch dann notwendig, wenn z.B. ein Tankzug Gefahrgut laden möchte. Bevor der Tankzug laden darf, wird er durch den Werkschutz auf Sicherheitsmängel kontrolliert. Unsere Mitarbeiter des Werkschutzes sind hierfür entsprechend geschult. 

Im konkreten Fall 

Im dargestellten Fall ergab die Kontrolle so schwerwiegende Mängel, dass dem LKW die Einfahrt verboten wurde. Zusätzlich wurden im Chemieparks die Stellen informiert, die mit der Verladung zu tun hatten. Nachdem die Mängel so gravierend waren, dass auch eine Gefährdung im Straßenverkehr nicht auszuschließen war und Bedenken bestanden, dass der LKW eventuell sich wieder vom Chemiepark entfernt, wurde durch den Werkschutz die Polizei angefordert. Es handelt sich dabei um ein routinemäßiges Vorgehen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu unterstützen

Der Werkschutz des Chemieparks ist bei diesem Vorfall seiner Verantwortung voll gerecht geworden und hat richtigerweise die Zusammenarbeit mit der Polizei gesucht“, so der Leiter der ISG-Werksicherheit im Chemiepark GENDORF Martin Siebert. 

Was kontrolliert der Werkschutz bei LKWs? 

Der Werkschutz kontrolliert Tanklastzüge, die Gefahrgut aufnehmen wollen, vor Einfahrt in das Werk auf Verkehrssicherheit und die richtige Ausstattung. Bei der Ausfahrt wird auf die richtige Beschilderung und Dichtigkeit geachtet. 

Verantwortung der Transportunternehmen? 

Grundsätzlich werden von Unternehmen Transporte an Speditionsunternehmen vergeben. Es kann dabei allerdings nie ausgeschlossen werden, dass diese Aufträge vom Speditionsunternehmen weiter an Sub(-Sub)unternehmen vergeben werden. Umso wichtiger ist unsere Aufgabe, unsere hohen Sicherheitsstandards im Chemiepark GENDORF weiter zu gewährleisten und anfahrende LKWs – insbesondere bei Gefahrgütern – sorgfältig zu überprüfen. Hohe Qualität Unser Werkschutz leistet eine hervorragende und verantwortungsvolle Arbeit. Um die hohe Qualität der Mitarbeiter sicherzustellen haben wir sogar eine Ausbildung als „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“. Infos hierzu (gibt es) hier 

Pressestelle der InfraServ/rw

Erstmeldung

Am Montagnachmittag wurde die Dienstgruppe Mühldorf der Verkehrspolizei Traunstein vom Werkschutz eines im Landkreis Altötting ansässigen Chemiebetriebes in Kenntnis gesetzt, dass dort ein Sattelzug vorgefahren sei, um Gefahrgut aufzunehmen. Dieser macht jedoch augenscheinlich einen maroden Eindruck. 

Vor Ort stellten die Beamten dann zahlreiche gravierende Mängel an dem Tanksattelauflieger fest. So wies der Hauptrahmen faustgroße Durchrostungen auf, ein Hilfsrahmen war gänzlich durchgerostet, die Druckluftbehälter für die Bremsanlage waren mit Bindedraht befestigt, die Befestigung eines Bremszylinders war fast durchgerostet und der Unterfahrschutz nicht mehr seiner Rede wert.

Auf Grund der Mängel wurde eine Weiterfahrt des Gefährts untersagt, der chemieverarbeitende Betrieb verweigerte konsequenterweise die Befüllung mit 23.000 Litern brennbarer Flüssigkeit. Für die Verkehrsverstöße wurde vom Fahrzeugführer ein hoher dreistelliger Betrag als Sicherheit einbehalten.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein - Dienstsitz Mühldorf

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © InfraServ

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