GSG 9-Einsatz bei Rosenheimer Polizist

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Die GSG 9 ist eine Spezialeinheit zur Bekämpfung von Terrorismus und schwerster Kriminalität. Nun kam sie in Rosenheim zum Einsatz!
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Rosenheim - Als Bundespolizist soll der Rosenheimer (42) den Rechtsstaat verteidigen, doch er geriet selber ins Visier des Verfassungsschutzes. Wir fassen zusammen, was bisher über den Einsatz bekannt ist:

Laut dpa gab es bereits am 18. Oktober 2012 einen GSG 9-Einsatz in Rosenheim. Hierbei wurde die Wohnung eines 42-jährigen Polizeihauptmeisters durchsucht. Der Bundespolizist habe sich ohne Gegenwehr ergeben.

Aktiv in der rechtsextremen Szene

Man habe die Spezialeinheit miteinbezogen, weil der Mann über eine großkalibrige Waffe verfüge. Laut Bayerischen Rundfunk und dem Nachrichtenmagazin Focus, war der Rosenheimer seit 2011 im Visier des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Er habe sich in dem rechtsextremen Verein "Die Artgemeinschaft - Germanische Glaubensgemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung" engagiert. Diese Gruppierung wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil sie völkisch-rassistisches und antisemitisches Gedankengut verbreite. Die Mitgliederzahl bewege sich im kleinen dreistelligen Bereich. Der bereits verstorbene NPD-Funktionär und Holocaustleugner Jürgen Rieger war ebenfalls in der Gruppe aktiv.

Gegenüber dem Focus sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann: "Mit dieser Aktion wollen wir zeigen, dass wir keine Rechtsradikalen in unseren Reihen dulden".

Offene Fragen

Bislang ist noch nicht bekannt, ob bei der Wohnungsdurchsuchung belastendes Material gefunden wurde, ob weitere Ermittlungen gegen den Rosenheimer Polizisten laufen und ob dieser noch im Dienst ist. Außerdem gaben die Sicherheitsbehörden noch nicht preis, ob zum Zeitpunkt des GSG 9-Einsatzes eine akute Sicherheitsgefährdung vorlag.

Hintergrund: Rechtsextreme Umtriebe in der Region

Neonazi-Demo im Januar 2012 in Mühldorf

Zuletzt wurde in verschiedenen rechtsextremen Internetforen eine Demonstration am 1. Mai 2012 in Rosenheim diskutiert (wir berichteten). Diese fand dann aber in Hof statt - Rosenheim blieb der Nazi-Aufmarsch erspart. Zudem verstärkten sich in unserer Region in jüngster Zeit die Aktivitäten vom Freien Netz Süd. So kam es am 14. Januar zu einen Naziaufmarch in Mühldorf. In Halsbach (Landkreis Altötting) wurde außerdem durch den Verein "Frei Räume" versucht, ein rechtsextremes Kultur- und Konzertzentrum direkt im Ortskern zu schaffen.

mg

Quelle: rosenheim24.de

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