Stellwerk 18: Interims-Gründerzentrum öffnet in Rosenheim

OB Bauer: "Wissen ist unsere größte Ressource"

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Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Wolfgang Berthaler am Freitag bei der Eröffnung der Stellwerk 18-Übergangslösung
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Rosenheim - Rund 500 Tage ist es her, dass die Idee eines digitalen Gründerzentrums in der Stadt diskutiert wurde. Jetzt öffnete die Interims-Lösung in der Bahnhofstraße feierlich ihre Tore:

Rund 500 Quadratmeter Büroflächen, derzeit noch aufgeteilt auf zwei Stockwerke, sind in Rosenheim ab sofort für junge Gründer reserviert. In der Bahnhofsstraße, im Gebäude der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim Chiemsee e.G., finden die Jungunternehmer derzeit Platz, doch nur solange, bis das eigentliche Stellwerk 18, das digitale Gründerzentrum, fertiggestellt ist. Aktuell nutzen sechs Unternehmen mit insgesamt 20 Angestellten die Flächen, alle zur Verfügung stehenden Büros sind belegt. Das Gründerzentrum kommt bereits jetzt so gut an, dass man überlege, für die Übergangslösung noch ein weiteres Stockwerk zur Verfügung zu stellen, berichtete Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Zusammen mit Hausherr und stellvertretendem Sprecher des Vorstands der VR-Bank, Mirko Gruber und Landrat Wolfgang Berthaler stellte OB Bauer die Räumlichkeiten der Öffentlichkeit am Freitag offiziell vor.

Ideales Umfeld für Wachstum und Etablierung der Gründungsunternehmen am Markt

Auch an Klaus Stöttner richtete Gabriele Bauer ihren Dank: "Ohne Unterstützung im Landtag wär das so nicht möglich gewesen"

"Da kommen Dinge auf uns zu, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können", richtete OB Bauer bei der Öffnung ihr Wort an die rund 60 Gäste. Nach einem persönlichen Dank der Oberbürgermeisterin an die zahlreichen Förderer und Sponsoren des Projekts, stellte sie kurz das Profil der Einrichtung dar. "Wissen ist unsere größte Ressource. (...) Es geht darum Wissen in der schnellsten Form zu vermitteln und auch weiterzuentwickeln. So können uns die Gründer mit Phantasie in ein neues Zeitalter führen", so Bauer in ihrer Rede.

Viel Licht für viel Kreativität - Raumbeispiel im Interims-Stellwerk 18

Das Gründerzentrum, zunächst in der Übergangsform, solle weiter dem Landkreis und auch der Stadt dabei helfen, den Wandel von der analogen zur digitalen Wirtschaft zu meistern. Für ein Jahr hätten die Unternehmer hier die Chance, Kontakte zu knüpfen und besonders in der schwierigen Anfangszeit eines Unternehmens auf die Erfahrungen anderer zurückzugreifen. Besonders freue sich die Oberbürgermeisterin dann noch auf den Spatenstich des eigentlichen Gründerzentrums, das im Bahnhofsareal in rund eineinhalb Jahren Bauzeit entstehen soll. In Konkurrenz mit dem zweiten Standort in Ingolstadt stehe man dabei nicht, so Bauer. Habe man sich dort doch mit dem Schwerpunkt Robotik vorrangig einem anderen Kernthema gewidmet.

3D-Druck bei der Firma "8sense.com" Produkte des Unternehmern sollen Haltungsschäden verhindern

"Deutschland hat bekanntlich nur wenige Bodenschätze. Unser Wissen ist unser größtes Gut. Investitionen in die Bildung und Entwicklung sind Kredite, die sich zurückzahlen, sobald die jungen Leute Fuß gefasst haben", erkannte auch Landrat Wolfgang Berthaler. Auch er wünschte den Jung-Unternehmern im Rahmen der feierlichen Einweihung viel Erfolg und freute sich, dass die Firmen den "Standort Rosenheim weiter in die Welt hinaus tragen" würden.

Standort - Flexibilität - Service

Für die Dauer von einem Jahr können Gründer das Angebot des Stellwerks 18 nun ab sofort in Anspruch nehmen. Neben variablen Mietflächen zu günstigen Konditionen stehe auch eine optimale Infrastruktur zur Verfügung. Neben schnellem Internet können auch manche Einrichtungen wie Besprechungsräume oder ein Vortragssaal und technische Geräte gemeinsam benutzt werden. Daneben bietet das Gründerzentrum aber auch fachliche Unterstützung an. Konzeption, Businessplan und Realisierung können diskutiert und analysiert werden. Auch in Sachen Fördermaßnahmen und Finanzierung finden die Unternehmer Hilfe.

Quelle: rosenheim24.de

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