Partnerschaft vereinbart

Rosenheimer Biomasse-Kraftwerk kommt in Südtirol zum Einsatz

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Rosenheim - Das Biomasse-Kraftwerk bei Pairdorf wurde am Montag von der Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer eingeweiht. Unter anderem will man damit die Klimabilanz in Brixen verbessern.

Stadtwerke Brixen und Rosenheim vereinbaren Partnerschaft

Bayern und Südtirol verstehen sich auch bei erneuerbaren Energien: Der neue Holzvergaser der Stadtwerke Rosenheim wird ab kommendem Jahr im Südtiroler Eisacktal bei der Stadtwerke Brixen AG regenerativ Strom und Wärme erzeugen. Beide Versorger haben dazu eine Partnerschaft vereinbart. Am 21. Dezember weihten die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und ihr Brixener Amtskollege Peter Brunner zusammen mit den Geschäftsführern beider Stadtwerke das neue Biomasse-Kraftwerk bei Pairdorf südlich von Brixen ein.

"Kommunale Innovationskraft"

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer lobt den ersten "Außeneinsatz" des Rosenheimer Holzvergasers: "Ich bin stolz auf diesen Erfolg unserer Stadtwerke nach intensiven Entwicklungsjahren. Das zeigt, dass kommunale Unternehmen wegweisende Innovationen schaffen. Besonders freut mich, dass wir Mitstreiter bei unseren Freunden in Südtirol gefunden haben." Der Rosenheimer Holzvergaser ergänzt die ganzjährige Fernwärme-Erzeugung in der 2012 erbauten Wärmezentrale in Brixen-Pairdorf. Bisher betreiben die Stadtwerke Brixen dort reine Heizwerke mit einer Leistung von 3,8 Megawatt. Der neue Holzvergaser mit einer thermischen Leistung von 100 Kilowatt sichert die Grundlast des Fernwärmenetzes. Gleichzeitig erzeugt er elektrischen Strom mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Dies alles regenerativ, sauber und CO2-frei aus Holz.

Kraftwerksbetreiber als Qualitätsmerkmal

"Das Besondere an der Anlage ist, dass die Stadtwerke Rosenheim ihre jahrzehntelange Erfahrung als Kraftwerksbetreiber in die Entwicklung eingebracht haben. Dieses gemeinsame Verständnis verbindet", sagt Wolfgang Plank, Generaldirektor der Stadtwerke Brixen AG. "Der Rosenheimer Holzvergaser passt sehr gut in unseren kommunalen Energiemix." Weiter erklärt der Brixener Stadtwerkeleiter: "Durch Kraft-Wärme-Kopplung verwertet die Anlage mehr als 75 Prozent der im Holz gebundene Brennstoffenergie. Weil wir bei Holz kein Speicherproblem haben, ergänzt der Holzvergaser im Brixener Versorgungsgebiet außerdem den schwankenden Ertrag aus anderen erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Solarstrom." Die Stadtwerke Brixen sind der erste Kunde, dem die Stadtwerke Rosenheim das neue Produkt zur Verfügung stellen. Beide kommunalen Versorger haben eine Partnerschaft vereinbart, um den Holzvergaser im Dauerbetrieb zu optimieren. Im vorigen Jahr hatten die Stadtwerke Rosenheim den ersten Holzvergaser aus eigener Entwicklung der Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem betreiben die Stadtwerke inzwischen zwei Anlagen im Rosenheimer Kraftwerk.

Noch mehr CO2 sparen durch weitere Holzvergaser

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme des Holzvergasers prüfen die Stadtwerke Brixen nach eigenen Angaben, die Energiegewinnung aus dem nachwachsenden und heimischen Rohstoff Holz auszubauen. Indem zusätzliche Holzvergaser konventionelle Gaskraftwerke in den Brixener Fernwärmezentralen ersetzen, könnte Brixen seine Klimabilanz weiter verbessern. Bis 2020 will die Gemeinde den CO2-Ausstoß für ihre Energieversorgung gegenüber 2005 um ein Fünftel senken. Im Bereich Wärmeversorgung haben die Brixener den Ausstoß an Treibhausgasen in der vergangenen Dekade durch den Ausbau der Fernwärme schon um die Hälfte verringert. Aktuell deckt die Kommune rund 25 Prozent ihres Wärmebedarfs durch Biomasse.

Pressemitteilung Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG

Quelle: rosenheim24.de

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