CSU-Delegiertenversammlung im Rosenheimer Bundeswahlkreis

Ludwig: "Das passiert, wenn die Richtigen regieren"

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CSU-Delegiertenversammlung im Bundeswahlkreis 223 und Neuwahl der Bundestagskandidatin Daniela Ludwig in Kolbermoor am Montag
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Rosenheim - Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Am Montag trafen sich die CSU-Delegierten im Bundeswahlkreis 223 und entschieden über die heimische Kandidatin der Volkspartei:

Die Delegiertenversammlung des heimischen Bundeswahlkreises 223, der Stadt und des Landkreises Rosenheim, stand am Montag ganz unter dem Stern der nächsten Bundestagswahl. 137 stimmberechtigte Delegierte entschieden darüber, wer künftig die Interessen der Rosenheimerinnen und Rosenheimer in Berlin vertreten soll. Unter der Leitung von Alt-Landrat Josef Neiderhell schlugen Klaus Stöttner und Herbert Borrmann einstimmig eine Kandidatin vor.

"Dem Land geht es so gut wie noch nie, die Verunsicherung ist so groß wie noch nie"

Gemeinsam sprachen sich die beiden CSU-Kreisvorsitzenden Rosenheim Stadt und Landkreis für die Frau aus, "die sich in Berlin durchgebissen hat" und die "trotz Familie nicht nur Worte, sondern auch Taten hat folgen lassen". Daniela Ludwig, die bereits seit rund 14 Jahren die Rosenheimer Interessen im Bundestag repräsentiert, soll auch künftig in der Bundespolitik mitmischen.

Sprachen sich gemeinsam für Daniela Ludwig als neue, alte Kandidatin aus: Klaus Stöttner (li.) und Herbert Borrmann

Nach der Nominierung durch ihre Parteikollegen stellte Daniela Ludwig deutlich dar, warum sie auch in Zukunft für die CSU in der Hauptstadt aktiv werden will. "Kein Land kam besser durch die Finanzkrise als Deutschland. (...) Und das verdanken wir unserem Wachstumsmotor, dem innovativen Mittelstand", stieg Ludwig in den Rück- und Ausblick ihres politischen Wirkens ein. Zusammen mit der Landwirtschaft seien die Familienbetriebe für den Wohlstand in Bayern und somit auch im Bundesgebiet maßgeblich verantwortlich. Die Basis, der sich die Bundestagsabgeordnete auch zukünftig verpflichtet fühle. Nur logisch für Ludwig also die Forderung nach "mehr Netto vom Brutto", "das Ende der kalten Progression" und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. "Es wird endlich Zeit, Solidarität in ganz Deutschland zu zeigen."

"Die Region lebt davon, dass man sie erreichen kann"

Mit Alexander Dobrindt, dem "bayerischen Verkehrsminister in Berlin", will Daniela Ludwig auch künftig weiter infrastrukturelle Maßnahmen in der Region voranbringen. Rund 14 Milliarden Euro sollen 2017 in den Verkehr, analog und digital, fließen. Ein klares Signal für Fortschrittlichkeit, so Ludwig. "Nur so können wir Export-Weltmeister bleiben." Sowohl bei der Westtangente, dem Ausbau der A8 aber auch beim Brenner-Nordzulauf seien die Gelder aus Berlin unerlässlich gewesen.

Besonderen Wert lege Ludwig dabei auf den ständigen Dialog mit den Bürgerinitiativen und Anwohnern der Verkehrstrassen. Nur so sei es möglich gewesen, Lärmschutz über das nötigste Maß hinaus zu realisierten. "Und auch zukünftig werden wir der Bahn genau auf die Finger schauen. (...) Die Trassenführung darf nicht von den Interessen Anderer überlagert werden, die nicht in unserer Region zuhause sind", so Daniela Ludwig am Montag.

Doch auch die digitale Infrastruktur liege der Kolbermoorerin am Herzen: "Ohne schnelles Internet sind wir einfach nicht konkurrenzfähig." Auch in diesem Bereich seien Fortschritte zu verzeichnen. Rund 4 Milliarden Euro stünden in Förderprogrammen des Bundes für den Ausbau zur Verfügung.

Erst kürzlich seien weitere Gelder in die Bildung geflossen: "3 Millionen Euro für die Hochschule, keine andere Einrichtung hat derart profitiert", so Ludwig weiter. Man sorge schließlich dafür, dass auch etwas in der Region ankomme, "das passiert, wenn die Richtigen in Berlin regieren."

Flüchtlinge und innere Sicherheit: "Wir schaffen das" nur Dank der Helfer

"Der unkontrollierte Zustrom im Jahr 2015 war ein Fehler und darf sich so nicht wiederholen," so die Betrachtung der 41-Jährigen weiter. Nachdem man bereits wichtige Kernforderungen, wie beispielsweise Sachleitungen statt Geld und die schnelle Abschiebung von Straftätern durchgesetzt habe, dürfe auch künftig das Thema Flüchtlinge nicht auf die leichte Schulter genommen werden, so Ludwig. "Grenzkontrollen, die ihrem Namen auch gerecht werden" seien dabei nur eine Maßnahme. Ihren Dank richtete sie an die Kommunen und die Helfer: "Ohne Euch wäre 'Wir schaffen das' zum Unwort des Jahres geworden."

Bilder der Delegiertenversammlung am Montag

Delegiertenversammlung der CSU am Montag

Kompromisslos zeigte sich Daniela Ludwig beim Thema Innere Sicherheit. Sowohl "Opferschutz vor Täterschutz" und "kein Raum für Extremismus" waren dabei grundlegende Botschaften der Kandidatin. Als Volkspartei müsse die CSU Verständnis für die Ängste der Menschen zeigen und diese auch ernst nehmen. "Der Terror ist in Bayern angekommen. Es zeigt sich, wie wichtig ein wachsamer Staat ist." Ein erster Schritt sei dabei die personelle Aufstockung der Bundespolizei um 7.000 Stellen und Investitionen in die Ausstattung in Höhe von rund 2 Milliarden Euro.

Eindeutiges Signal aus den Reihen der Delegierten

"Wir schicken eine Super-Frau nach Berlin", erkannte Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Sie lobte den Einsatz von Daniela Ludwig in der Vergangenheit, die Westtangente gehe zum größten Teil auf das Konto ihrer Parteikollegin. "Wir müssen klar machen, das wir das bessere Personal haben", so Bauer mit Blick auf die anderen Parteien.

Am Ende stimmten 98,5 %, 130 der 137 anwesenden, stimmberechtigten Delegierten für die erneute Kandidatur von Daniela Ludwig. Der Bundeswahlleiter gibt für die Wahl 2017 ein Datum zwischen Mittwoch, dem 23. August 2017, und Sonntag, dem 22. Oktober 2017, an. Die letzten fünf Bundestagswahlen fanden am letzten oder vorletzten Sonntag im September statt. Sollte es so bleiben, würde die Bundestagswahl 2017 entweder am 17. September oder am 24. September stattfinden.

Quelle: rosenheim24.de

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