Flötzinger Stammhaus erstrahlt in neuem Glanz

Ständig im Blick und doch übersehen

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Das Flötzinger Stammhaus in der Kaiserstraße.

Rosenheim - Eines der traditionsreichsten Gebäude in der Rosenheimer Innenstadt wird revitalisiert: Das Flötzinger Stammhaus eröffnet im Januar nach Totalumbau. 

"Es war ein hartes Stück Arbeit, aber jetzt sind wir auf der Zielgeraden", bestätigt Lorenz Stiglauer, Verkaufsleiter der Brauerei, "das Ergebnis ist fantastisch und rechtfertigt alle Mühen." Entstehen werden zwei eigenständige Konzepte, eine Cocktail-Bar und ein bayerisches Pub.

Ein Teil Rosenheimer Stadtgeschichte

Das Flötzinger Stammhaus hat viele Epochen der Rosenheimer Stadtgeschichte kommen und gehen sehen. Zu Zeiten, als sich die Flötzinger Brauerei noch am Salzstadel in den Räumlichkeiten der heutigen Stadtbibliothek befand, war das Gebäude ein feudaler Brauereigasthof. Eine Wirtschaft in der Politik und Geschäfte gemacht wurden, mit überfüllten Räumen, in denen die Luft zum Schneiden und der Geräuschpegel ohrenbetäubend waren. Die Gaststube war Wohnzimmer und soziales Netzwerk zugleich, eine Gassenschenke sicherte die Versorgung des Wohnviertels.

Bilder: Flötzinger Stammhaus - damals und heute

Franz Steegmüller erinnert sich bestens an diese längst vergangenen Tage. Das Haus, in dem er aufgewachsen ist, liegt ihm sehr am Herzen. "Wir müssen uns der Realität stellen, man kann die Zeit nicht zurückdrehen", sagt der Rosenheimer. "Die Stadt und die Gewohnheiten der Menschen haben sich weiterentwickelt. Es gibt heute eine viel größere Auswahl an Speiselokalen aller Kategorien als damals. Außerdem hat sich der Stadtteil um das Gebäude über die Zeit extrem gewandelt. Zu meiner Kindheit konnten wir auf der Kaiserstraße noch Fußball spielen," erinnert sich Franz Steegmüller, "heute rollt täglich eine schier unendliche Blechlawine an der Gaststätte vorbei."

In den letzten Jahrzehnten ist die Gaststätte dann fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Immer seltener verirrte sich Laufkundschaft in die eigentlich sehr schöne Gaststube. Die tapfere Stammkundschaft alleine war letztlich zu wenig, um den Weiterbetrieb zu sichern. "Der Investitionsstau in Technik und Brandschutz war einfach zu groß", sagt Lorenz Stiglauer, "ein 'Weiter so' war ausgeschlossen". Und so wurde am 31. Juli 2015 das letzte Bier im Flötzinger Stammhaus gezapft - zunächst.

"Lausa Bar" und "Flötzinger Stammhaus – bayerisch Pub" ab Januar

Was dann folgte war ein langer Prozess von Gesprächen und Ideensammlungen. Es wurde geplant und wieder verworfen, statische Gutachten wurden erstellt und studentische Projektarbeiten in Auftrag gegeben. Alles größtenteils unbemerkt von der Rosenheimer Bevölkerung. "Von der Schließung hat kaum jemand etwas mitbekommen", sagt Stiglauer. "In den ersten Gesprächen mit möglichen Planern und Pachtinteressenten musste ich immer lange erklären, um welches Objekt es sich handelt. Erst der Hinweis 'das Haus mit dem riesigen Schild draußen' führte dann zum Erfolg, jedoch regelmäßig gefolgt von einem 'Nein, da war ich noch nie drinnen'. Das sollte sich in den kommenden Wochen und Monaten ändern. Jeder, der die Wirtschaft betrat, wurde von der Magie der Räumlichkeiten gefangen."

Heute, mehr als ein Jahr später, steht das Objekt kurz vor seiner Neueröffnung. Im Januar öffnen die "Lausa Bar" und das "Flötzinger Stammhaus – bayerisch Pub" ihre Pforten. Erste exklusive Einblicke demnächst hier bei rosenheim24.de.

Das Flötzinger Stammhaus in der Kaiserstraße

Pressemitteilung Flötzinger Bräu

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Quelle: rosenheim24.de

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