Live dabei beim Hagelflug

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Prof. Dr. Peter Zentgraf, Leiter des Forschungsprojekts RO-BERTA an der Hochschule, freut sich, dass ab 1. Mai das Hgelflugprojekt online geht.

Rosenheim - Ein neues Datensystem hilft jetzt den Rosenheimer Hagelfliegern. Dank dem Forschungsprojekt der FH kann jetzt auch der gemeine User "mitfliegen"!

"Bereits in der nächsten Hagelsaison, die voraussichtlich im Mai beginnt, können Rosenheimer Bürgerinnen und Bürger und Interessierte weltweit live in den Wolken dabei sein", freute sich Prof. Dr. Peter Zentgraf, Leiter des Forschungsprojekts RO-BERTA, bei einem Pressegespräch an der Hochschule.

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Dem Team von Prof. Dr. Peter Zentgraf, bestehend aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten, ist es nämlich gelungen, durch technische Veränderungen den Hagelflug zu optimieren. Hagelfliegerpilot Georg Vogel bestätigt den Fortschritt durch das Projekt. "Mit der neuen Technik können wir nun in Echtzeit auf die Radarmessungen des Deutschen Wetterdienstes zugreifen und so viel besser die richtige Wolkenstelle zum Ablassen des Silberjodids finden."

Info-Gespräch zum Hagelflug-Projekt an der FH

So funktioniert RO-BERTA

RO-BERTA steht für ROsenheims meteorologische Besonderheiten: Eine Regelungs-Technische Aufgabe.

Das Team um Prof. Dr. Peter Zentgraf hat es geschafft, eine stabile und kostengünstige Datenverbindung per Funk und W-LAN Richtfunktechnik zu entwickeln, mit der während des Hagelflugs komprimierte Daten zum Flugzeug und zurück zur Hochschule geschickt werden können.

Auf diesem Monitor erhält der Pilot die Daten zu den Hagel-Zellen.

Somit wird nicht nur der genaue Standort der Hagelpiloten gewährleistet, sondern damit wird auch der Datenausstausch zum Boden besser: Bis jetzt wurden die Angaben des Wetter-Radars per Audioverbindung weitergegeben. Jetzt erhält der Pilot direkt im Cockpit über eine visuelle Darstellung der Radardaten genaueste Informationen. Damit wird die effektivere Imfpung der Hagelzellen gewährleistet.

Diese Datenübertragung geht wie folgt: Daten des Deutschen Wetterdienstes werden an die Hochschule Rosenheim gegeben. Die Studenten Stefan Zagler und Martin Angermeier visualisieren diese Daten. Nebenbei werden die Daten von der FH per W-LAN auf den Hochfelln geschickt. Dafür sind Dipl.-Ing. Peter Viehhauser und Kurt Fischer verantwortlich. Vom Hochfelln aus werden die Daten dann per Funkverbindung an den Hagelflieger geschickt. Damit der Pilot aus diesen Daten lesen und daraus Informationen ziehen kann, werden diese noch umgewandelt. Jetzt weiß der Hagelpilot nicht nur seinen genauen Standort, sondern kann auch genau erkennen, wo die nächste Hagelzelle ist.

Beim Hagelflug live dabe sein

Auf der Internetseite www.roberta.fh-rosenheim.de/Live-Flug kann man die Hagelflüge in einer 3D-Animation live mitverfolgen. Über einen RSS-Feed, den man hier www.roberta.fh-rosenheim.de/live-flug/flugmeldungen/feed setzen kann, wird man über aktuelle Hagelflüge benachrichtigt.

Ohne Unterstützung und Förderung wäre RO-BERTA nicht möglich:

Der Verein zur Erforschung der Wirksamkeit der Hagelbekämpfung im Raum Rosenheim e.V. und das Forschungsprojekt RO-BERTA werden seit 2012 von den Volksbanken Raiffeisenbanken in der Stadt und Lankreis Rosenheim unterstüzt. Seit dem Beginn des Projekts im Oktober 2012 wurden bis heute 100.000 Euro investiert. Davon kam eine 30.000 Euro-Unterstützung von der VR-Bank. Außerdem wird das RO-BERTA Projekt auch von der Brügerstiftung Rosenheimer Land und der Hagelabwehr gefördert. Technische Unterstützung erhält das Projekt von der Firma senswork in Rosenheim.

Das Gebiet der Rosenheimer Hagelabwehr

Das Einsatzgebiet der Hagelabwehr Rosenheim umfasst insgesamt 4800 Quadratkilometer, dazu gehören Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreis Miesbach, Landkreis Traustein sowie 18 angrenzende Gemeinden der Bezirke Kufstein und Kitzbühel. Ihre Einsätze starten die Hagelpiloten vom Flugplatz Vogtareuth im Landkreis Rosenheim.

ig

Bilder & Video aus dem Archiv:

Hagelflieger testen neue Datenübertragung

Quelle: rosenheim24.de

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