Polizist in Rosenheim erheblich am Kopf verletzt

Ghanaer (20) wehrt sich gegen Abschiebung mit Gewalt

Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Sonntag, 4. Juni, einen ghanaischen Staatsangehörigen zum Zweck der Abschiebung beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Bei der Verbringung zum Dienstfahrzeug leistete der 20-Jährige Widerstand, verletzte einen Beamten und konnte zunächst flüchten. 

Der Ghanaer war am Vortag durch Schleierfahnder im Zug aus Österreich ohne die erforderlichen Einreisepapiere festgestellt worden. Er hatte sich in der Zugtoilette versteckt. Ersten Ermittlungen zur Folge lebt der Mann seit 2014 als anerkannter Asylbewerber in Italien, plante sein weiteres Leben nun aber offenbar in Deutschland. 

Um die Abschiebung des Afrikaners nach Italien zu gewährleisten, führten ihn Bundespolizisten Sonntagfrüh dem Haftrichter vor. Nach der Verhandlung weigerte sich der 20-Jährige in den Dienstwagen zu steigen und riss sich los. Nach kurzer Verfolgung in Richtung Ludwigsplatz konnte er von einem ihn verfolgenden Beamten gefasst werden.  Allerdings widersetzte sich der Ghanaer nun so sehr, dass der Polizist stürzte und sich eine blutende Kopfverletzung zuzog. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden

Der erneut flüchtende Afrikaner wurde kurze Zeit später von einer verständigten Streife der Landespolizei aufgegriffen und festgenommen. Er sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Mühldorf und soll schon bald den italienischen Behörden überstellt werden. Darüber hinaus erwartet ihn eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

Pressemeldung Bundespolizei

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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