Haschisch "nur" verpackt: Trotzdem verurteilt

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Ein Teil des von der Polizei sichergestellten Marihuanas.

Rosenheim - Man muss weder damit dealen, noch beim Rauchen selbst erwischt werden - allein beim Umpacken von Haschisch behilflich zu sein, ist strafbar: Ein 36-Jähriger wurde nun verurteilt.

Ende Januar 2014 ging der Polizei das letzte Mitglied einer Rosenheimer Drogenband ins Netz: Kiloweise wurde Cannabis von Holland nach Deutschland geschmuggelt und in einer konspirativen Wohnung in Kolbermoor zwischengelagert. Das Geschäft flog auf, die Polizei räumte das Lager aus. Nun wurde ein 36-Jähriger vom Rosenheimer Schöffengericht verurteilt - damals wurden seine Fingerabdrücke auf einem der Plastikbeutel entdeckt.

Wie der Mangfall-Bote berichtet, hatte er weder mit Verkauf noch Transport des Rauschgifts etwas zu tun - lediglich beim Verpacken des Stoffs in kleine Plastiktüten war er behilflich. Tatbestand: Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln

Für den Angeklagten sprachen gleich mehrere Sachverhalte: Er stellte sich freiwillig den Behörden, war nicht vorbestraft, spielte eine untergeordnete Rolle und die Tat liegt einige Zeit zurück. Außerdem sei der 36-Jährige selbst kein Drogenkonsument und habe eine positive Sozialprognose, so sein Anwalt. Das Schöffengericht verurteilte ihn trotzdem: Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, ausgesetzt zur Bewährung.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in der heutigen Ausgabe des Mangfall-Boten oder unter www.ovb-online.de.

Quelle: rosenheim24.de

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