Kathrein blickt innovativ in die Zukunft

"Beweisen, was wir uns selbst auf die Fahne schreiben"

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Auf Mauritius ist das erste Hotel bereits mit dem "K-Bow" System des Rosenheimer Antennenherstellers ausgerüstet
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Rosenheim - Kathrein konzentriert künftig seine Bemühungen im mobilen Sektor. Mit welchen Innovationen der heimische Antennenbauer weltweit punkten will:

Nach der Schließung des Produktionsstandortes in Nördlingen und einer Reduzierung von rund 300 Stellen in Rosenheim, gewährte der Antennenbauer Kathrein am Dienstag einen kleinen Einblick in seine zukünftige Orientierung am Weltmarkt. Anton Kathrein, geschäftsführender Gesellschafter der Rosenheimer Firma mit Niederlassungen auf dem gesamten Globus, stellte die aktuellen Bemühungen kurz vor und lenkte den Blick auf den Weltmarkt.

Vom Blitzschutz zum Mobilfunk

"Wir sehen unsere einzelnen Produkte als Puzzle-Stücke zum gesamten System", verdeutlichte Anton Kathrein das breite Angebot der Firma. Was Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer einfachen Idee begonnen hatte, dem Blitzschutz bei Antennensystemen, habe sich besonders in der jüngsten Vergangenheit rasant entwickelt, ergänzte der Firmen-Chef. Der Trend, und somit auch die Anforderungen an den Antennenbauer, gehe heute dahin, Unternehmen weiter zu vernetzen und der Generation Z Lösungen im digitalen Leben zu bieten.

So orientiert sich Kathrein mittlerweile weg vom reinen Katalog-Geschäft, hin zu kundenorientierten, digitalen Gesamtlösungen. Zu diesem Zweck präsentierte Joe Doering, Leiter Vertrieb und Marketing bei Kathrein, die überarbeitete Firmenstruktur. Vertikal gegliedert in die einzelnen Produktions- und Vertriebsstandorte, soll das Unternehmen in den Bereichen "Product", "Solutions", "Broadcast" und "Automotive" horizontal gestaffelt agieren.

"Smart City" und "Kathrein Street Connect"

Kathrein Street Connect - wasserdicht und mit über 40 Tonnen belastbar

Erste Kunden-spezifische Lösungen, die in dieser Struktur neu entwickelt wurden, stehen dabei schon in den Startlöchern. Mit dem sogenannten "Kathrein Street Connect" bietet der Antennenhersteller in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Telekommunikations-Unternehmen Swisscom eine neue Antennenlösung für den innerstädtischen Bereich. Versenkt im Boden sind die Antennen mit einer Reichweite von rund 100 Metern im Stadtbild nicht mehr zu erkennen. Lediglich die Abdeckung, die zunächst an einen Gulli-Deckel erinnert, weißt den aufmerksamen Betrachter auf das Antennensystem aus Rosenheim hin.

"Besonders interessant war bei diesem Projekt, dass alle Leitungen bereits im Boden verlegt waren. (...) Die komplette Installation dauert ungefähr einen Tag. Das Gehäuse ist wasserdicht, hält weit über 40 Tonnen Belastung stand und ist Dank Dämpferelemente vollkommen vibrationsfrei", verdeutlicht Helmut Mühlbauer, Head of Product Management, in Rosenheim. In Sachen Abstrahlung bleibt das Rosenheimer System dabei um den Faktor 10 unter den strengen Schweitzer Grenzwerten.

Einen Schritt weiter geht Christian Wagner, Spezialist für das hauseigenen "K-bow"-System. Mit einer Kombination aus Antennenelementen, Verteilern und Verstärkern sollen künftig intelligente Netzwerke in ganzen Stadtteilen oder größeren Firmenanlagen entstehen, die immer dann die nötige Datenbandbreite im Mobilfunk zur Verfügung stellen, wenn sie auch wirklich gebraucht wird.

Wo geht die Technologie-Reise hin?

Die Experten bei Kathrein erwarten für die Zukunft eine Verdopplung beim mobilen Datenverkehr alle zwei Jahre. Nach dem Motto "Weg vom Katalog - Hin zum Maßanzug" will der Rosenheimer Antennen-Hersteller auch künftig die Zusammenarbeit mit den Kunden weiter forcieren. Besonders im Bereich "Automotive" sieht Anton Kathrein noch große Entwicklungsmöglichkeiten. Spätestens mit dem kommenden Mobilfunk-Standard 5G will das Familien-Unternehmen dann auch weiter bei Themen wie dem autonomen Fahren mitmischen. 

Quelle: rosenheim24.de

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