"Wir sperren nicht aus Gaudi ab!"

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Vielerorts mussten aufgrund des Hochwassers Straßen gesperrt werden.
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Rosenheim - Eine Gefahr für Passanten und Helfer: Der Kreisbrandrat beklagt, dass viele Autofahrer Absperrungen der Hilfskräfte einfach ignoriert haben.

Ohne den unermüdlichen Einsatz der Helfer hätte die Hochwasserkatastrophe die Region wohl noch viel schwerer getroffen. Doch die Frauen und Männer von Feuerwehr, THW und Co. werden leider allzu oft von einzelnen Passanten in ihrer Arbeit behindert.

"Wenn wir irgendwo abgesperrt hatten, haben einige Autofahrer gesagt: 'Interessiert mich nicht, ich muss da hinter und Aus!'", erzählt Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer. Regelmäßig hätten sich die Einsatzkräfte darum kümmern müssen, dass Fußgänger, Radler und Autofahrer nicht einfach die Absperrungen ignorierten. Für die Helfer eine enorme Behinderung bei ihrer Arbeit.

Jeder Fall wird an die Polizei weitergegeben

Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer bittet um mehr Verständnis für die Notwendigkeit von Absperrungen.

Dem Kreisbrandrat ist es wichtig zu betonen, dass jede Absperrung ihren Sinn hat. "Wir sperren nicht aus Gaudi ab!" Vielmehr dienten die Absperrungen der Sicherheit der Bürger und der Einsatzkräfte. "Wenn ein Kanaldeckel offen ist und ein Fußgänger hineintritt, ist das fatal."

Dabei seien Feuerwehr und THW kraft Gesetz genauso zum Absperren berechtigt wie die Polizei - und ein Verstoß werde genauso geahndet. Alle Fälle haben die Helfer deshalb an die Polizei weitergegeben. "Wir sind das mittlerweile gewohnt", sagt Ruhsamer. Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn etwa, gebe es auch immer Autofahrer, die die Sperren nicht akzeptieren wollen. "Die Leute, die absperren, sind die Ärmsten."

Dank und Kuchen für die Helfer

Andererseits habe es während der Hochwasserkatastrophe in der Region aber auch viele Autofahrer gegeben, die Verständnis zeigten und dankbar waren für den Einsatz der Hilfskräfte. Auch deshalb ist der Kreisbrandrat insgesamt voll des Lobes für die Bevölkerung. Einige Menschen hätten den Einsatzkräften sogar Kuchen gebracht. "Was da gelaufen ist, ist wunderbar."

Quelle: rosenheim24.de

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