Hilfe für kurdische Flüchtlinge im Irak

Dieser Mann will nicht mehr tatenlos zusehen

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Manfred Schank packt Kartons mit Spenden.

Rosenheim - Manfred Schank will den kurdischen Flüchtlingen im Irak helfen und sammelt Sachspenden wie Kleidung und Spielzeug. Das Problem: Es mangelt an Geld für den Transport.

Für kurdische Flüchtlinge im Irak plant der Rosenheimer Manfred Schank eine Hilfsaktion. Er sammelt Sachspenden, die mit Lkw transportiert und dort verteilt werden sollen. Von warmer Kleidung über Decken und Spielzeug ist alles dabei. Besonders jetzt im Winter ist im Nordirak die die Not groß. Die Hilfe wird dringend benötigt, es mangelt momentan jedoch an Geld für den Transport.

Angefangen hat das Ganze damit, dass Schank nicht länger nur herumsitzen und von weit weg beobachten konnte, wie die Situation für die Kurden sich verschlechtert. Die Menschen hungern und frieren. "Es ärgert mich, wieso nicht schneller und früher geholfen wurde", erklärte er gegenüber rosenheim24.de.

Zuerst hat er über soziale Netzwerke Kontakte aufgebaut, vor allem im Nordirak. Er ist in direktem Kontakt mit Flüchtlingen, aber auch Helfern und Aktivisten, die ihm von Organisationen empfohlen wurden. So hat er mit der Zeit ein Netzwerk aufgebaut. Durch Mundpropaganda gewann die Aktion an Bekanntheit. 

Die Kartons stehen bereit - das Transportgeld fehlt

Im Gespräch mit rosenheim24.de teilt er seine Ansichten mit: „Die großen Hilfsorganisationen, wie Caritas, UNICEF und Rotes Kreuz sind überfordert. Das heißt ohne zusätzliche Hilfe wird die Not in den Flüchtlingslagern noch größere Ausmaße annehmen.“ Schank weiß, dass er die Situation nicht von Grund auf verändern kann, aber tatenlos zusehen kommt für ihn nicht infrage.

Mittlerweile haben sich sogar rund 500 Kartons angesammelt, die in einer von der Stadt zur Verfügung gestellten Wohnung untergebracht wurden. Das alles bringt jedoch nichts, solange die Spenden nicht zu den Bedürftigen kommen. Am wichtigsten ist also nun das Transportgeld, das insgesamt auf etwa 6000 Euro hinausläuft.

Keine Angst vor dem Krisengebiet

Schon bald will Schank in den Irak reisen, um sicherzustellen, dass die Kartons wirklich an die Bedürftigen verteilt werden. Das wird seine erste Fahrt in das Gebiet sein. "Dabei handelt es sich zwar um ein Krisen-, aber kein Kriegsgebiet, dort wird also nicht gekämpft", sagt er. Daher fürchtet er sich nicht vor möglichen Gefahren.

Aber es gibt natürlich Hunderttausende von Flüchtlingen in den Lagern, die in Zelten, Rohbauten oder gar unter Brücken ausharren müssen. „Die größte Gefahr sind also nicht Kriegsereignisse oder Geiselnahme. Den größten Respekt habe ich vor der mentalen Herausforderung. Es ist eine Sache ob man die Nachrichten von Zuhause verfolgt oder selbst mitten im Elend steht", äußert er sich gegenüber rosenheim24.de.

Viele Menschen fern der Problematik solcher Gebiete sind sich nicht im Klaren darüber, wie schlimm die Situation tatsächlich ist, sagt Manfred Schank. Man müsse sie aufklären und animieren, mehr zu tun, fordert er.

Vorerst gelte es jedoch den Transport in den Irak zu bewerkstelligen.„Es ist schön, dass so viele Kleider- und Sachspenden zusammengekommen sind, aber Geldspenden sind bisher kaum eingegangen, erst 900 Euro. Wir brauchen das Sechsfache um einen Lkw und Fahrer mieten zu können, der die Sachen runterbringt. Da können auch kleine Beträge schon helfen“, meint Schank und bittet im Mithilfe.

Er hofft auf weitere Spenden, vor allem in finanzieller Hinsicht. Wer sich beteiligen und helfen möchte, findet hier die Kontodaten:

Spendenkonto:

Bank: Postbank München

Name des Kontoinhabers: Manfred Schank

Verwendungszweck: Kinderhilfe Kurdistan

IBAN: DE68 7001 0080 0935 2978 00

BIC (SWIFT): PBNKDEFF

Für weiteren Kontakt: kinderhilfe@action.ms

sg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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