STREIT ZWISCHEN BAMF UND Bildungsinstitut

BaMF-Beauftragter: "Anschuldigungen plump und polemisch"

Rosenheim - Mit einer unglaublichen Schmähkritik hat der Regionalbeauftragte des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BaMF), Heinz Engelhardt, auf die Berichte zum Zulassungsentzug für das Rosenheimer Peters Bildungs Institut reagiert.

Peters, mit 400 Studienplätzen der mit Abstand größte Anbieter von Integrationskursen in der Region, darf diese Kurse wegen festgestellter Mängel in einem inzwischen geschlossenen, kleinen Institut der Peters Bildungs GmbH (Sitz Waldkraiburg) in Bad Reichenhall ab sofort in Rosenheim nicht mehr starten. Die Lehrerinnen und Lehrer am Rosenheimer Institut hatten gegen diesen Bescheid protestiert und den Skandal öffentlich gemacht.

In einem Rundbrief an sämtliche vom BaMF zugelassenen Trägerinstitute im Bereich des BaMF-Regionalbüros München und der als „Klarstellung“ auch der Rosenheimer Oberbürgermeisterin und weiteren Adressaten vorliegt, schreibt der Regionalbeauftragte wörtlich:

„Beim zuständigen Fachreferat beim Bundesamt in Nürnberg war man äußerst verärgert und meinte die Anschuldigungen seien plump und polemisch und fielen im Endeffekt auf den Informanten und die Redakteure zurück, die anstatt zu recherchieren, auf unwahre Behauptungen hereingefallen seien, lediglich weil sie im Moment gut zur politischen Landschaft passten. Das Bamf möchte nicht gegen die Berichterstattung in den Medien vorgehen, um die Stimmung in der Öffentlichkeit nicht weiter aufzuheizen…“

Auf die Rückfrage hin, ob dies eine offizielle Stellungnahme des Bundesamtes sei, reagierte der Pressesprecher des Bundesamtes in Nürnberg, Mehmet Ata postwendend mit der Nachricht: „Das von Ihnen zitierte Papier ist ohne Kenntnis der Pressestelle erstellt worden“. Und: “Wir klären den Fall nun auf“.

Pressemitteilung Hanns-D. Reichhelm im Auftrag der Lehrerinnen und Lehrer am Peters Bildungsinstitut Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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