Neuer Beratungsstandort

Rosenheim wird zunehmend barrierefrei

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Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Thomas Lenzen und Dipl.-Ing. Architektin und Beraterin Christine Degenhart

Rosenheim - Ab dem 16. Dezember bietet die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer kostenlose Beratungen an. Doch was bedeutet eigentlich "barrierefrei"?

Am Dienstag den 8. Dezember fand eine Presseveranstaltung unter dem Titel "Bayern barrierefrei 2023" in den Räumen der Volkshochschule Rosenheim statt. Dort wurde das Beratungsangebot für die Region Rosenheim vorgestellt.

Die Fachberaterin Dipl.-Ing. Architektin Christine Degenhart sowie Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Thomas Lenzen gaben Auskünfte und beantworteten Fragen rund um das Thema Barrierefreiheit. Sie informierten auch über finanzielle Fördermöglichkeiten und Wohnformen im Alter.

Was bedeutet eigentlich "barrierefrei"?

Barrierefreie Angebote müssen gut überlegt, hochwertig und sicher, für betroffene Menschen sinnvoll und für alle anderen nutzbar sein.

Als Barrierefrei werden Lebensbereiche bezeichnet, die Menschen mit und ohne Behinderung ohne fremde Hilfe und ohne Umstände erreichen und nutzen können.

Bereits sind einige Barrieren in Rosenheim eliminiert worden. Die Barrierefreiheit des Bahnhofs wurde teilweise durch Fahrstühle realisiert. Als weiteres Beispiel dient die Landesgartenschau, denn diese wurde barrierefrei gestaltet. Auch an Schulen hat bereits die "Abschaffung" von Barrieren begonnen.

Eine interessante Zahl zu den privaten Wohnungen:

Laut dem Statistischen Bundesamt bleiben 95 Prozent der über 65-jährigen und 89% der über 80-jährigen noch in ihren bisherigen Wohnungen und Häusern, so Helmut Cybulska, Rosenheimer Baudezernent.

Im Bereich "Wohnen für Senioren" sieht Dipl.-Ing. Architektin und Beraterin Christine Degenhart Handlungsbedarf. Frühzeitig müsse man (auch junge Menschen) auf die Notwendigkeit und den Mehrwert eines barrierefreien Lebensumfeldes aufmerksam machen.

Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Nur ein Lippenbekenntnis oder feste Umsetzung?

Konkrete Gespräche über finanzielle Zuwendungen wurden bereits geführt. Neben den klassischen Förderwegen - Städtebau und Dorferneuerung - gibt es bestehende und gut ausgestattete Fördersysteme. Laut Dipl.-Ing. Architekt und Stadtplaner Thomas Lenzen gibt es ein weiteres Sonderförderprogramm das aus dem Länderfinanzausgleich kommt an dem Bayern einen bestimmten Anteil an Mitteln, umgelegt vom Bund, zur Verfügung gestellt bekommt. Diese Mittel sollen zum einen für Energetische Sanierung und zum anderen für die Barrierefreiheit eingesetzt werden.

Neuer Beratungsstandort in Rosenheim

Die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer bietet ab dem 16. Dezember in den Räumen der Volkshochschule Rosenheim kostenfreie Beratungen an. Außerdem kann über ein Formular auf der Homepage der Bayerischen Architektenkammer oder telefonisch über die Hotline (089) 139 880-80 Kontakt aufgenommen werden.

Seit Einrichtung der Beratungsstelle im Jahr 1984 haben insgesamt über 60.000 Beratungen stattgefunden. Bisher fanden in 2015 bereits um die 3000 Einzelberatungen statt.

Um das Projekt voran zu bringen bedarf es einer Erweiterung des Netzwerkes durch starke Kooperationspartner.

Ziel der Staatsregierung und der Bayerischen Architektenkammer ist es Barrierefreiheit gemeinsam zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag werden zu lassen.

Mehr Informationen rund um das Thema "Bayern barrierefrei 2023" finden Sie hier: http://barrierefrei.bayern.de/index.php

Quelle: rosenheim24.de

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