Flüchtlingslage am Samstag

Keine Sachspenden mehr angenommen

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Rosenheim - Die Bundespolizei erwartet am Samstag bis zu 7.000 Flüchtlinge. Nun bittet die Polizei und der Malteser Hilfsdienst in Rosenheim, keine weiteren Sachspenden zu bringen.

Die Bundespolizei erwartet am Samstag am Münchner Hauptbahnhof bis zu 7.000 Flüchtlinge. Ein Großteil wird mit zwei Sonderzügen aus Salzburg direkt bis München durchfahren. Die erste Prognose von 8.000 Flüchtlingen am Samstag wurde dem Bericht des Münchner Merkur-Reporters Klaus Vick zufolge nach unten korrigiert, wie die tz im Live-Ticker berichtete

Ein Großteil der Asylsuchenden wird mit zwei Sonderzügen aus Salzburg direkt bis München durchfahren, berichtete Radio Charivari. Doch auch die Beamten am Rosenheimer Bahnhof werden wieder alle Hände voll zu tun haben. Wie Bundespolizeisprecher Simon Hegewald gegenüber Radio Charivari sagte, kämen zu den Sonderzügen noch ein Dutzend regulärer Fernzüge. 

Ein Ausnahmezustand wie in München, wird in Rosenheim aber nicht erwartet. Wenn die Kapazitäten in Rosenheim erfüllt sei, könne man hier nicht mehr Menschen aufnehmen. Die Züge würden dann nach München weiter fahren. Es gebe hier auch einen humanitären Aspekt. Schließlich müssten diese Menschen auch versorgt werden und bräuchten Platz, sagte Hegewald. Um auf den Flüchtlingsansturm vorbereitet zu sein, wird die Bundespolizei am Münchner Bahnhof ab dem Nachmittag noch von einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei verstärkt.

Keine Sachspenden mehr

Momentan werden von der Bundespolizei keine weiteren Sachspenden mehr angenommen, dies bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de.

Auch der Malteser Hilfsdienst ist momentan mit der hohen Anzahl an Sachspenden überfordert. Stadt- und Kreisbeauftragter Hans Kerschbaumer bittet ebenfalls darum, keine weiteren Sachspenden an den Malteser Hilfsdienst zu liefern. "Das ist einfach ein logistisches Problem. Man kann die Hohe Flut an Spenden einfach nicht mehr bewältigen. Außerdem sind viele Spenden momentan schlichtweg nicht geeignet." erklärt Kerschbaumer auf Nachfrage von rosenheim24.de. Es werde im Laufe der nächsten Woche eine klare Aussage geben, welche Dinge dringend benötigt werden und welche nicht.

jb/Quelle: Radio Carivari

Quelle: rosenheim24.de

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