Zweites Hochwasser befürchtet: Maßnahmen

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Rosenheim – Nach dem Hochwasser am Wochenende werden nun Sofortmaßnahmen für ein mögliches zweites Hochwasser im Sommer ergriffen:

Ein zweites Hochwasser in diesem Jahr – nicht unwahrscheinlich, heißt es bei einem Pressegespräch am Mittwoch, 05.06., im Landratsamt Rosenheim. An diesem Gespräch nahmen unter anderem der Landrat Josef Neiderhell, der Katastrophen-Einsatzleiter Ronald Zillmer und der Leiter des Rosenheimer Wasserwirtschaftsamtes, Paul Geisenhofer, teil.

Starke Regenergüsse am Alpenrand sind im Sommer nicht unüblich. Aus diesem Grund wird im Sommer dieses Jahres, im schlimmsten Fall, ein zweites Hochwasser in der Region, wie bereits im August 2002, erwartet. Ein Horror-Szenario für alle Betroffenen in Oberwöhr und Kolbermoor, die bereits von dem Hochwasser am vergangenen Wochenende stark betroffen waren.

Das Wasserwirtschaftsamt will deshalb sofortige Maßnahmen einleiten, um sich gegen ein erneutes Hochwasser zu schützen. Dabei sollen unter anderem Spundwände installiert werden, so Landrat Josef Neiderhell. Diese sind bereits an der Mangfall im Bereich der Rosenheimer Klepperstraße zu sehen. Nun sollen auch welche im Bereich der beiden Brücken in der Ludwigsstraße in Kolbermoor gebaut werden, auf einer Länge von 450 Metern. Geld dafür sei vom Bayerischen Umweltminister, Marcel Huber, bei einem seiner letzten Besuche versprochen worden.

Doch nicht nur das. Neben den Spundwänden sollen in Kolbermoor auch bald Rodungsarbeiten in den Deichbereichen vorgenommen werden. Die Bäume entlang der Mangfall würden im Sommer zwar schön aussehen, so Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo, diese würden aber bei einem Hochwasser auch ins Wasser fallen, die Brücken verstopfen und das Wasser weiter aufstauen. Dieses Vorhaben der Rodungen wird vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim unterstützt. "Ein Bewuchs hat auf den Deichen aus Sicherheitsgründen nichts verloren", erklärt der Leiter Paul Geisenhofer.

Maßnahmen gegen ein zweites Hochwasser 2013

Auch wenn diese Maßnahmen noch getroffen werden, haben sich einige andere schon bewährt. Wie Paul Geisenhofer erzählt, wurden nach dem Hochwasser 2005 an der Leitzach bei Naring und an der Mangfall in Westerham zum Beispiel zwei Wildholzrechen gebaut. Diese hätten in den letzten Tagen insgesamt 100 Kubikmeter Holz zurückgehalten, das wohlmöglich Brücken und Wehre verstopft und Wasser in die Wohngebiete gedrückt hätte.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © kmr

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