Sigmar Gabriel bei "Junger Arbeit"

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Sigmar Gabriel zu Gast bei der SPD in Rosenheim.

Rosenheim - Hoher Besuch in Rosenheim: Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel war jetzt bei der "Jungen Arbeit" zu Gast und unterhielt sich mit einigen Jugendlichen.

Auf Anregung der Rosenheimer SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Graf und ihres Nachfolgers als SPD-Bundestagskandidat Abuzar Erdogan war der SPD-Parteivorsitzende zusammen mit Maria Noichl, MdL, SPD-Landtagskandidat Dr. Manfred Bischoff, Elisabeth Jordan und Werner Gartner, die Rosenheimer Kandidaten für den Bezirkstag, der SPD-OB-Kandidat Robert Metzger sowie der Geschäftsführer des Jobcenters München-Land, Martin Heuberger, und der Reha-Team-Leiter Agentur für Arbeit, Franz Hagenauer, zu Besuch bei der „Jungen Arbeit“ in Rosenheim.

Mit einem großen Portfolio an unterschiedlichen Angeboten verfolgt die „Junge Arbeit“ das Ziel, junge Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Denn nachhaltiges Bestehen im Arbeitsmarkt sei für die jungen Menschen nach oftmals schwieriger Jugend oder problematischen Lebensphasen das A und O, um ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können, so der Geschäftsführer Hans Mitterer. Momentan betreue die junge Arbeit rund 200 Jugendliche.

Problematisch sei in diesem Bereich vor allem die oftmals viel zu kurzfristig angelegte Projekt-Finanzierung: Denn „Nachhaltigkeit lässt sich nicht über den Preis abbilden“, so Langenegger. Allerdings könne die „Junge Arbeit“ auf wichtige und aufgeschlossene Partner wie Arbeitsagentur, Jobcenter oder Jugendamt voll zählen.

Im Anschluss an die einführenden Worte der beiden Geschäftsführer waren vor allem die Jugendlichen am Zug: Um die vielfältigen Angebote und Aufgabenfelder der „Jungen Arbeit“ besser zu veranschaulichen , berichteten acht junge Menschen aus dem eigenen Leben und von ihren teils schwierigen Erfahrungen . Im Gespräch erwies sich Gabriel - selbst Pädagoge und früher in einer ähnlichen sozialen Einrichtung tätig - als guter Zuhörer, versierter Ratgeber und kundiger Kenner der arbeitsmarktpolitischen Instrumente und sozialpolitischen Rahmenbedingungen.

Dass der Parteivorsitzende zudem auch offen von eigenen Problemen während seiner Kindheit und Schulzeit berichtete, überraschte nicht nur die Jugendlichen. Angesichts dieser Offenheit gaben auch die jungen Menschen viel preis im Hinblick auf ihre gegenwärtige Lebenssituation und die Hürden, mit denen sie immer wieder zu kämpfen hätten. Dabei trat bei allen vor allem ein Wunsch ganz deutlich zu Tage: der Wunsch nach einem „ganz normalen“ und vor allem selbstbestimmten Leben.

Sigmar Gabriel begegnete den jungen Menschen mit viel Interesse und Einfühlungsvermögen, berichtete von sich und seiner Familie und zollte jenen, die von ihren Schwierigkeiten im Leben – im Zuge ungünstiger Freundeskreise, durch Erfahrungen im Gefängnis, familiärer Probleme oder seelischen bzw. körperlichen Beeinträchtigungen - berichteten, großen Respekt. Gerade auch die Situation für junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gestalte sich schwierig. Oft endeten die Beschäftigungsverhältnisse mit dem Auslaufen der Förderung, was einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt entgegen stehe, erklärten die Geschäftsführer.

Auch das Selbstwertgefühl leide, wenn die Arbeitgeber allein schon beim Anblick eines Rollstuhls das Interesse an ihrem Gegenüber verlören, berichtete einer der jungen Leute. Umso wichtiger seien gerade hier dauerhafte Zuschussleistungen und vor allem auch ein Bewusstseinswandel bei den Arbeitgebern, waren sich Sigmar Gabriel und Franz Hagenauer einig. Zudem sei hier vor allem das Integrationsamt in Pflicht, fand Gabriel.

Insgesamt bewerteten alle Beteiligten das Gespräch als sehr positiv – zumal die jungen Gesprächsteilnehmer und ihre Betreuer von Sigmar Gabriel als Dankeschön für ihre Zeit, ihre Offenheit und ihre Leistungen mit der Einladung nach Berlin belohnt wurden.

Und auch Abuzar Erdogan fand: „Hier war deutlich zu merken, wie nah Politik am Leben ist – und vor allem, wie wichtig es ist, die richtigen politischen Rahmenbedingungen und Prioritäten zu setzen. Wir brauchen wieder mehr Verständnis für soziale Belange – und dass die SPD hier der richtige Ansprechpartner ist, hat Sigmar Gabriel heute eindrucksvoll bewiesen.“

Pressemeldung SPD Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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