Spender- und Stiftertag des Freundeskreises Lokschuppen:

Die Wikinger kommen nach Rosenheim

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V.l.n.r.: Der Leiter des Ausstellungszentrums Lokschuppen Dr. Peter Miesbeck, Kuratorin Dr. Michaela Helmbrechts, der Vorsitzende des Freundeskreises Heinz-Werner Bleyl, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, VKR-Geschäftsführer Peter Lutz.

Rosenheim - Die "Wikinger" warten 2016 darauf im Lokschuppen bestaunt zu werden. Einen exklusiven Vorgeschmack darauf bekamen Förderer des Lokschuppens beim Spender- und Stiftertag. 

Was ist ein echter Wikinger? Darauf bekommt man 2016 im Lokschuppen Rosenheim in einer Erlebnisausstellung eine profunde Antwort. Eines vorab: Wikinger sind keinesfalls die starken Helden mit den Hörnern auf dem Helm, die ihre mutigen Buben mit auf Eroberungszüge nehmen, wie in den „Wickie“-Filmen zu sehen war. Einen ersten, exklusiven Vorgeschmack auf die Welt der wahren Wikinger bekamen Förderer des Ausstellungszentrums Lokschuppen beim jährlichen Spender- und Stiftertag von Kuratorin Dr. Michaela Helmbrecht. „Es ist nicht so wie im Kino und im Fernsehen“, sagte die Wissenschaftlerin. „Das Wort Wikinger kommt von ‚Viking‘, und das bedeutet Plünderungszug oder Handlungsreise. Die Wikinger waren auch kein einheitliches Volk. Es waren die Menschen, die vom 8. bis 11. Jahrhundert in Skandinavien lebten.“ Die Bezeichnung „Wikinger“ galt damals sogar als Schimpfwort. Die Wikingerzeit war geprägt von Handel, Eroberungen und Expansion, aber auch einer kulturellen Blüte. Die Wikinger erkundeten die Welt in ihren legendären Schiffen, sie waren das erste Volk, das nordamerikanischen Boden betrat. Sie verstanden es, reich verzierte Schwertgriffe zu schmieden, sie schufen Schmuckstücke mit grazilen Ornamenten und sie hatten begabte Dichter. Im Lokschuppen kann man 2016 viele wertvolle Exponate aus der Zeit der Wikinger bewundern und ab März geht das 17 Meter lange Kulissenschiff „Freya“ aus dem Film „Wickie auf großer Fahrt“ auf dem Lokschuppenvorplatz vor Anker. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer war von diesen ersten Einblicken beeindruckt und warb um weitere Unterstützung für den Lokschuppen. „Seit der Eröffnung des Lokschuppens waren fast 4 Millionen Menschen da. Das ist grandios, und das ist ein wertvoller und hoher Bildungsauftrag, den wir hier erfüllen. Die hohe Kompetenz des Lokschuppen-Teams, die Zusammenarbeit mit hochrangigen Buchautoren und internationalen Museen geben uns einen Einmaligkeitsfaktor.“ Deshalb wünsche sie sich, dass die Rosenheimer sich mit „ihrem“ Ausstellungszentrum identifizieren. „Dieses Identifizierungspotenzial ist ganz wichtig. Wir müssen sagen: wir sind Rosenheim, wir sind Lokschuppen. Wir wollen als Stadt ein Gesicht haben und uns abgrenzen.“ Der Lokschuppen habe inzwischen höchstes Niveau erreicht. „Das werden wir nicht verlassen. Dem fühle ich mich verpflichtet.“

Der Vorsitzende des Freundeskreises Lokschuppen, Heinz-Werner Bleyl, zog eine Erfolgsbilanz seines Vereins. „Wir haben den Lokschuppen bisher mit über 200.000 Euro unterstützt.“ Der Lokschuppen sei auf Förderer, Gönner und Stifter angewiesen. Wer den Lokschuppen unterstützen will, kann sich an zwei neuen Patenprojekten beteiligen: So werden 100 neue Audioguides mit Tourguide-Funktionen benötigt, ebenso neue mobile Sitzgelegenheiten. Auskünfte darüber gibt es auf der Homepage des Freundeskreises im Internet unter www.freundeskreis-lokschuppen.de.

Pressemitteilung Freundeskreis Lokschuppen Rosenheim e.V./Rosi Raab

Quelle: rosenheim24.de

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