"Bestens bei Gott aufgehoben!"

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Trauerfeier für den verstorbenen Altoberbürgermeister Michael Stöcker in der Rosenheimer Nikolauskirche.
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Rosenheim - Politiker, Vereine und die Familie haben sich am Samstag von dem verstorbenen Altoberbürgermeister Michael Stöcker verabschiedet. Rührende Worte fand seine Nachfolgerin Gabi Bauer :

Alle waren sie am Samstag, 13.04., in die Nikolauskirche nach Rosenheim gekommen, um sich von dem verstorbenen Altoberbürgermeister Michael Stöcker zu verabschieden: Seine Nachfolgerin, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Landrat Josef Neiderhell, Vertreter des Rosenheimer Stadtrates und der Verwaltung, viele Vereine und natürlich seine Familie - seine Frau und die beiden Kinder, die er hinterlassen hat.

Trauerfeier für den verstorbenen Altoberbürgermeister Michael Stöcker in der Rosenheimer Nikolauskirche.

Die Nikolauskirche wurde für die Trauerfeier gewählt, weil "sie für Michael Stöcker ein wichtiger Ort war, nicht nur stadtpolitisch, auch persönlich", erklärte Pfarrer Sebastian Heindl. So liegt die Kirche in der Mitte der Stadt, in der sich der verstorbene Altoberbürgermeister Zuhause fühlte.

Nicht zuletzt, weil er sich in Rosenheim mit seiner Familie ein gutes Leben aufbaute. Bis er es aber zum Oberbürgermeister von Rosenheim schaffte, musste er einiges in seinem Leben meistern, erklärte Stadtpfarrer Andreas Zach in seiner Ansprache. So soll er früh aus seinem Heimatort Steinwiesen in Oberfranken weggegangen sein, was zeige, dass " dieser Mensch nicht mit dem Haufen mitlief". Danach schlug er sich durchs Internat, die Bundeswehr und schließlich auch durch sein Jurastudium in München, in dem er seine Frau kennenlernte.

Wie Stadtpfarrer Zach erzählt, ist sie die starke Frau an der Seite von Stöcker gewesen, die maßgeblich an seinem Studienabschluss beteiligt war, "indem sie seine Promotion auf der Schreibmaschine abtippte". Außerdem soll sie danach den Ausschlag gegeben haben, ein gemeinsames Leben in Rosenheim zu beginnen. Trotz der vielen gemeinsamen Erlebnisse sei Stöcker nun jedoch "bestens bei Gott aufgehoben".

Trauerfeier für Alt-OB Stöcker

Im Anschluss des Gottesdienstes fand auch seine politische Nachfolgerin, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, einige Worte zum Tod des Alt-Obs. Sie würdigte seine Arbeit in 25 Jahren als Oberbürgermeister der Stadt und seine Persönlichkeit als" sorgender Gatte" und "liebender Vater". Um dafür "Danke" zu sagen, erinnerte sich Bauer an eine jüdische Tradition, den Verstorbenen einen Stein aufs Grab zu legen. "Hätte ich einen Stein für ihn aussuchen müssen, dann wäre es ein kantiger Stein gewesen", sagte Bauer. Dieser würde einerseits Widerstand und andererseits Halt und Stabilität bieten. Diesen Halt und diese Stabilität habe sie durch Rat und Unterstützung ihres Vorgängers gespürt.

Quelle: rosenheim24.de

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