Überfall auf Autohändler: Revisionsprozess

Rosenheim - Im November 2011 wurde ein Autohändler brutal überfallen, im Juli 2012 mussten die Angeklagten ins Gefängnis. Jetzt wird neu verhandelt.

Der Prozess um den Raubüberfall auf einen Rosenheimer Gebrauchtwagenhändler muss neu aufgerollt werden. Auf die Revision eines Angeklagten hin hat der Erste Strafsenat des Bundesgerichtshofes das Urteil der Traunsteiner Strafkammer im Schuldspruch wesentlich abgeändert und im Strafausspruch aufgehoben. In seinem einstimmigen Beschluss führt der Bundesgerichtshof aus, dass die juristische Würdigung des Landgerichts einer rechtlichen Überprüfung nicht standhält.

Da dem Mitangeklagten die Verwendung des Tatwerkzeuges nicht zugerechnet werden könne, sei der Schuldvorwurf des schweren Raubes nicht haltbar. Wie berichtet war ein Autohändler im November 2011 brutal überfallen worden. Einer der beiden Angeklagten schlug dabei dem Opfer mit einem Gegenstand mehrfach auf den Kopf und stahl eine nicht unerhebliche Menge Bargeld. Der Mitangeklagte wartete im Fluchtfahrzeug.

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Vergangenen Juli wurden die beiden Angeklagten zu Freiheitsstrafen von sieben Jahren bzw. fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Wie Rechtsanwalt Peter Dürr mitteilte, sei mit einer neuen Verhandlung eine Minderung der Freiheitsstrafe des Mitangeklagten wahrscheinlich. Mit einer neuen Verhandlung ist im Frühjahr zu rechnen.

Bereits vergangenes Jahr hatte das höchste deutsche Strafgericht im Mordfall Samerstraße Rosenheim ein Urteil der Traunsteiner Justiz aufgehoben. Auch hier musste komplett neu verhandelt werden.

Quelle: Radio Charivari Rosenheim 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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