Stadt Rosenheim überschreitet Grenzwert

„Zu Alarmismus besteht kein Anlass“ - Oberbürgermeister März zu hoher Inzidenz-Zahl

Oberbürgermeister Andreas März
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Oberbürgermeister Andreas März

Rosenheim - Die Corona-Infektionszahlen in der Stadt Rosenheim liegen seit einiger Zeit über dem bundesweit festgelegten Grenzwert. Was hat das nun für Folgen für die Stadt?

Die Stadt Rosenheim hat den bundesweit geltenden Grenzwert von höchstens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bereits im August überschritten und seitdem bleiben die Zahlen hoch. Laut Oberbürgermeister Andreas März sei der neuerliche Anstieg der 7 Tage-Inzidenz in der Stadt Rosenheim bedauerlich. „Dennoch besteht zu Alarmismus kein Anlass“, so März gegenüber rosenheim24.de.  


„Bei über 80 Prozent der Neuinfizierten handelt es sich nach wie vor um Reiserückkehrer. Die Krankheitsverläufe der Reiserückkehrer sind bisher überwiegend leichter Art“, erklärt der Oberbürgermeister. Der Anstieg der Inzidenz sei auch die logische Folge der deutlich intensivierten Testungen. „Mein ausdrücklicher Dank gilt der Bevölkerung unserer Stadt, die sich trotz des Geredes vom ‚Corona-hotspot‘ nicht hat verunsichern lassen und ganz überwiegend mit bewundernswerter Disziplin und Selbstverantwortung die Regeln der städtischen Allgemeinverfügung beachtet..“

Corona-Neuinfektionen in Rosenheim haben fast keine Auswirkungen auf Maßnahmen


Die hohe Inzidenz-Zahl hat jedoch fast keine Auswirkungen auf die aktuell geltenden Corona-Regelungen. Pressesprecher Thomas Bugl hierzu gegenüber rosenheim24.de: „Die einzige Auswirkung ist, dass das Rosenheimer Gesundheitsamt eine erweiterte Maskenpflicht für Schulen und gegebenenfalls Kitas in der Stadt Rosenheim angekündigt hat.“ Die weiterhin geltenden Maßnahmen sehen vor:

  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten werden zu einem zweiten Test nach fünf bis sieben Tagen verpflichtet. Er ist Voraussetzung für die Aufhebung der häuslichen Quarantäne. Diese Anordnung gilt für Stadt und Landkreis Rosenheim. 
  • Der Aufenthalt von Gruppen im öffentlichen Raum wird ab sofort auf Angehörige eines Hausstands, andernfalls auf maximal fünf Personen beschränkt. Diese Anordnung erfolgt für das Gebiet der Stadt Rosenheim verpflichtend, für das Gebiet des Landkreises gilt eine entsprechende Empfehlung. 
  • Die Teilnehmerzahl bei nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wird auf 50 Personen begrenzt. Unter freiem Himmel sind maximal 100 Personen zugelassen. Diese Regelung ist wiederum für das Rosenheimer Stadtgebiet verpflichtend, für das Gebiet des Landkreises gilt eine entsprechende Empfehlung. 
  • Allen Reiserückkehrern aus dem Ausland, vor allem aus südosteuropäischen Ländern wird zudem dringend empfohlen, das kostenlose Testangebot, z.B. an der Teststation Hochfelln an der A8 und an der Rastanlage Heuberg an der A93 in Anspruch zu nehmen. 

Die Maßnahmen werden mindestens solange aufrechterhalten bis der Schwellenwert 7 Tage in Folge nachhaltig unterschritten wird. 

Rosenheim bundesweiter Spitzenreiter

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, meldete am Donnerstag, 10. September für die Stadt Rosenheim einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 72,64. Laut Robert-Koch-Institut lag er am Donnerstag bei 69,5. Das bedeutet einsame Spitze im bundesweiten Vergleich - gefolgt von Memmingen Stadt mit einem Wert von 63,87 und Würzburg Stadt mit einem Wert von 57,87.

jb

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