65.000 Euro gutgläubig überwiesen

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Rosenheim - Unglaublich, wie gutgläubig manche Menschen sind: Nigerianische Verbrecher haben jetzt (wieder) zwei Männer aus der Region um über 65.000 Euro betrogen.

Allen Presseberichten, Warnmeldungen und diversen Aufklärungsforen im Internet zum Trotz, wurden wieder zwei Männer aus dem Landkreis Rosenheim Opfer der sogenannten Nigeria-Connection. Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor Geldüberweisungen an fragwürdige Bekannte aus dem Internet.

Die beiden Männer lernten ihre angeblichen Freunde über verschiedene Internetforen kennen. Die gezahlten Gelder dürften jedoch für immer verschwunden sein, da die Bankkonten meist von Strohmännern mit gefälschten Papieren eröffnet wurden. Diese Konten dienten lediglich dazu, die Zahlungen der ahnungslosen Opfer in Empfang zu nehmen und den Bargeldtransfer an die Kontaktpersonen zu verschleiern.

Bei dem ersten, ein älterer Herr und Rentner, spielte die wunderschöne Bekanntschaft vor, dass sie sich wegen einer Erbangelegenheit im Ausland befände und zu ihm nach Deutschland wolle. Für die Abwicklung einer anstehenden Erbschaft würde sie allerdings Geld benötigen. Der Rentner ließ sich überreden und überwies in mehreren Teilbeträgen per Western Union und MoneyGram 30.000 Euro ins Ausland. Bis zuletzt wollte der Rentner nicht wahrhaben, dass er betrogen wurde. Erst als eine Auswertung der E-Mail-Adressen den Standort Lagos/Nigeria ergab, öffneten sich ihm die Augen.

Der zweite, ein 44-jähriger Geschäftsmann, lernte seine Bekanntschaft auch über ein Internetforum kennen. Dieser gab sich als Leutnant der US-Army in Afghanistan aus und vereinbarte einen Besuch in Deutschland. Das Gepäck des Leutnants wurde angeblich über einen Vertrauensmann und Diplomaten über London nach Deutschland geschickt. Dabei gab es „Probleme“ und Kosten entstanden. Auch hier ließ sich der 44-Jährige überreden und transferierte per Western Union und Auslandsüberweisung insgesamt 35.700 Euro nach England. Die angebliche E-Mail-Adresse des Londoner Diplomaten endete ebenfalls in Lagos/Nigeria.

Die Kriminalpolizei warnt ausdrücklich davor, sich auf solche Transaktionen einzulassen. Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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