Baby Emilie braucht einen Lebensretter

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Emilie leidet an Leukämie, weil ihr Chemotherapien ncht helfen konnten, braucht sie nun dringend eine Knochenmarkspende
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Rosenheim - Das ist die kleine Emilie aus Rosenheim. Sie ist an Leukämie erkrankt. Ihre einzige Chance ist eine Knochenmarkspende. Doch noch gibt es keinen Spender.

Der herzzerreißende Aufruf der Rosenheimer Rechtsanwaltskanzlei Dr. Herzog bewegt gerade die Facebook-Gemeinde. Auf ihrer FB-Page schreiben die Juristen:

"Heute mal etwas in eigener Sache: Das Baby unserer Mitarbeiterin Martina Aurisch, die kleine Emilie, ist leider an Leukämie erkrankt. Schon zwei Wochen nach der Geburt wurde die Diagnose gestellt. Seitdem befindet sich Emilie auf der Intensivstation einer Klinik in München. Emilie hat schon unzählige Chemobehandlungen über sich ergehen lassen. Nun braucht sie einen Knochenmarkspender. Leider ist es schwierig, einen passenden genetischen Zwilling zu finden.

Wir wollen Emilie und die Eltern unterstützen und haben über die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei - www.dkms.de - in der Kanzlei eine Registrierungsaktion gestartet.

Es ist ganz einfach und tut auch nicht weh. Mit jedem Teilnehmer steigt die Wahrscheinlichkeit, dass für Emilie oder einen anderen ein passender Spender gefunden werden kann! Jeder kann Emilie oder anderen Kindern helfen!

Auch das Teilen dieser Nachricht kann helfen! Wir drücken Emilie und ihrer Familie ganz feste die Daumen, sind im Gedanken bei Ihnen und hoffen auf viele weitere Spender!"

Wangenabstrich für Registrierung

Wer der kleinen Emilie helfen will, kann sich also bei der DKMS registieren lassen. An der Registrierung können sich alle Menschen zwischen 18 und 55 Jahre beteiligen. Sie sollten allerdings "in guter körperlicher Verfassung sein, nicht an einer chronischen Erkrankung leiden oder nach den Richtlinien der Bundesärztekammer einer Risikogruppe angehören", so die DKMS. Für die Aufnahme in die Kartei wird dann lediglich ein Wangenabstrich auf einem Wattestäbchen benötigt.

Spenderkartei arbeitet weltweit

Damit bestimmt ein Labor dann die individuellen Gewebemerkmale (HLA-Merkmale). Nach der Typisierung übermittelt die DKMS die Gewebemerkmale zusammen mit der Spendernummer des Spenders in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm und an das National Marrow Donor Program (NMDP) in den USA. Ab diesem Zeitpunkt stehen die Gewebemerkmale für die Suche von Patienten aus der ganzen Welt zur Verfügung. Sollten Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, so nimmt die DKMS Kontakt zu den Spendern auf.

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH wurde übrigens 1991 aus einer privaten Initiative heraus gegründet und hat sich innerhalb kürzester Zeit mit heute über 3,6 Millionen registrierten Spendern zur weltweit größten Einzeldatei entwickelt. Jeden Tag erhalten mindestens zwölf Patienten Stammzellen von Spendern aus der DKMS.

Trotz dieser positiven Entwicklung kann in Deutschland für etwa jeden fünften Patienten, der auf eine Stammzelltransplantation angewiesen ist, noch immer kein geeigneter Spender gefunden werden. Erklärtes Ziel der DKMS ist es, durch den weiteren weltweiten Ausbau der Datei einen geeigneten Lebensspender für möglichst alle Patienten zu finden.

UPDATE, 4.7.2013: Gestern gab es 1500 Registrierungen bei der DKMS, an einem normalen Tag sind es nur rund 400. Über 770 der gestrigen Registrierungen waren direkt auf rosenheim24.de, chiemgau24.de, innsalzach24.de und bgland24.de zurück zu führen.

UPDATE, 8.7.2013: Spender für Emilie gefunden!

Quelle: rosenheim24.de

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