Kripo prüft DNA-Spur

Vergewaltigungen in Rosenheim und München: Derselbe Täter? 

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Rosenheim/München - Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Sex-Attacke im Englischen Garten und der brutalen Vergewaltigung vom 26. November 2015 am Rosenheimer Inndamm? Die Kripo hält sich bedeckt, arbeitet aber in beiden Fällen eng mit den Münchner Kollegen zusammen.

Am 18. Dezember wurde eine 45-jährige Joggerin im Englischen Garten brutal vergewaltigt. Im Zeitraum zwischen 19.30 Uhr und 20.20 Uhr befand sich die Frau im Bereich der Mittleren-Isar-Straße in Oberföhring (Isarinsel St. Emmeram) beim Joggen, als sie überraschend überwältigt wurde. 

Aufgrund der bisherigen Feststellungen geht die Kripo München davon aus, dass der unbekannte Täter die Frau gewaltsam abseits des Weges zerrte, wobei sie das Bewusstsein verlor. Dann nahm er sexuelle Handlungen an der Geschädigten vor. 

Die Täterbeschreibung - männlich, ca. 30-50 Jahre alt, etwa 180 cm groß, dunkle Joggingkleidung und dunkle Mütze - sowie der Tathergang und die Tatzeit weisen Ähnlichkeiten mit dem ungeklärten Fall vom 26. November 2015 am Rosenheimer Inndamm auf: Vor gut einem Jahr wurde gegen 19.30 Uhr eine 29-Jährige von einem Unbekannten am Inndamm angegriffen, mehrere 100 Meter Richtung Inn in ein anliegendes Dickicht gezerrt und brutal vergewaltigt. 

Da die Frau von hinten attackiert wurde, gab es nur eine unsichere Personenbeschreibung. Das Tatmuster weist jedoch Parallelen zur aktuellen Vergewaltigung im Englischen Garten auf.

Treffer beim DNA-Abgleich?

Kriminalhauptkommissar Steffen Fortner von der Kripo Rosenheim bearbeitet den Indamm-Fall: „Wir konnten damals eine DNA-Spur sicherstellen. Kriminaltechnische Untersuchungen stimmten diese mit bislang bekannten Ergebnissen ab und verglichen sie auch in Bezug auf andere Delikte – jedoch bisher ohne Erfolg.“

Nach tz-Informationen gebe es nun auch eine DNA-Spur des Täters aus dem Englischen Garten, die europaweit in Datenbanken verglichen werde. Vielleicht der erste Schritt zur Klärung des brutalen Falles, der seit zwei Wochen für große Verunsicherung in der Bevölkerung rund um München sorgt. 

"Rein spekulative Gerüchte"

Anton Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim, erklärt auf Nachfrage von rosenheim24.de, ein Treffer einer identischen DNA-Spur zu den beiden Fälle sei rein spekulativ und Gegenstand der Ermittlungen. 

"Die Kollegen der Kripo München und der Kripo Rosenheim arbeiten eng zusammen, prüfen natürlich etwaige Zusammenhänge", so Huber. "DNA-Abgleiche mit ähnlichen Taten finden bei solchen Fällen bayern- und sogar deutschlandweit statt."  

Huber weiter: "Erst wenn ein DNA-Abgleich offiziell bestätigt wird und die Ermittlungen dies zulassen, können wir uns auch öffentlich äußern. Solange sind das spekulative Gerüchte." 

Derweil werden die Gewalttaten weiterhin von den Kripos München und Rosenheim bearbeitet, Zusammenhänge wie Ähnlichkeiten sowie das Täterverhalten, das sogenannte "Modus Operandi", beider Fälle geprüft. 

Der oder die Täter der Vergewaltigungen befinden sich indes weiter auf freiem Fuß

mb

Quelle: rosenheim24.de

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