"Normaler Winter" in Südbayern

Mehrere Schulen in Bayern bleiben am Montag geschlossen - Lawine verschüttet elf Personen

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    Isabelle Skubatz
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Landkreis - Nach einer Schmuddel-Woche mit viel Regen hat am Sonntagmorgen starker Schneefall eingesetzt. An den bayerischen Flughäfen mussten deswegen hunderte Flüge abgesagt werden. Auch die Bayerische Oberlandbahn hatte Probleme. Erneut bleiben einige Schulen aufgrund der Wetterlage am Montag geschlossen.

Update, 22.45 Uhr: Weitere Schulen bleiben am Montag geschlossen

Update, 22.33 Uhr: Strecke zwischen Lenggries und Holzkirchen wieder frei

Update, 22.13 Uhr: Unterrichtsausfälle in Bayern am Montag 

In folgenden Landkreise fällt der Unterricht am Montag, laut Antenne Bayern:

  • Landkreis Weiden in der Oberpfalz
  • Landkreis Neustadt an der Waldnaab
  • Landkreis und Stadt Regensburg
  • Landkreis Cham
  • Landkreis Dingolfing-Landau
  • Landkreis Kelheim
  • Landkreis und Stadt Landshut
  • Landkreis Freising
  • Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge

Update, 21.55 Uhr: Warnung vor glatten Straßen im morgendlichen Berufsverkehr

Update, 21.45 Uhr: Starkschneefall führt zu vielen Einsätzen wegen Schneebruchs in Landshut

"Es besteht durch den Schneebruch Lebensgefahr.", heißt es in einem Facebook-Post der freiwilligen Feuerwehr Landshut:

Update, 21.15 Uhr: Mehrere Lawinenabgänge in Tirol

Am 3. Februar, gegen 15.45 Uhr ging zwischen Steeg und Warth im Bereich unterhalb des sogenannten „Biberkopfes“ bei Straßenkilometer 20,200 eine Lawine auf die Lechtalstraße (B198) ab. Durch das Ausmaß der Lawine wurde die Straße auf eine Länge von circa 40 Metern über die gesamte Breite bis zu 1,5 Metern hoch verschüttet. 

Weil zunächst nicht bekannt war, ob auch Fahrzeuge oder Personen von der Lawine verschüttet worden waren, wurde der Lawinenkegel mittels Lawinensonden sondiert. Nachdem die Sondierungsmaßnahmen negativ verlaufen waren, wurde die Straße unter Einsatz einer Schneefräse wieder frei gemacht und die Sperre konnte um 16.45 Uhr vorübergehend aufgehoben werden. Aus Sicherheitsgründen wird/wurde die Straßenverbindung zwischen Steeg und Warth ab 3. Februar, 19 Uhr bis zumindest 4. Februar, 8 Uhr wieder gesperrt. 

Am 4. Februar, um 6 Uhr tritt die Lawinenkommission erneut zusammen und beurteilt die weitere Vorgehensweise. Durch die Sperre ist die Gemeinde Steeg und Kaisers vorübergehend nicht erreichbar.

Lawine geht in Berwang ab und teilt sich in drei Rinnen

Am 3. Februar, gegen 13.35 Uhr ging im Gemeindegebiet Berwang, im Bereich des „Thanellerkarliftes“ eine Lawine ab. Die Lawine teilte sich zunächst in dort befindlichen drei Rinnen und verschüttete in der Folge im Bereich der Bergstation auf einer Seehöhe von ungefähr 1.500 Metern einen „Ziehweg“ und teilweise die Schipiste. Insgesamt wurden durch die Lawine zehn Personen teil- und eine Person vollverschüttet. Alle Verschütteten (im Alter von 17 bis 59 Jahren) konnten sich selbständig befreien und blieben unverletzt.

Im Einsatz standen: Die Bergrettung Berwang und Bichlbach mit insgesamt 30 Einsatzkräften, drei Lawinenhundeführer mit Lawinensuchhunden, zwei Polizeialpinisten sowie sieben Personen des Liftpersonals.

Die Einsatzkräfte wurden mit Pistengeräten und Schidoos zum Lawinenkegel gebracht. Nachdem die Lawinenkegel von den Lawinensuchhunden abgesucht und von den Einsatzkräften sondiert worden waren, konnte der Einsatz um 18.10 Uhr beendet werden.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

Update, 20.40 Uhr: Bahnverkehr der BOB teils weiterhin gesperrt

Wie die BOB auf ihrer Homepage bekannt gibt, ist der Verkehr der Bahn weiterhin nur bedingt möglich:

"Die Bahnstrecken Holzkirchen - Schaftlach und Holzkirchen - Bayrischzell bleiben weiterhin gesperrt. Zwischen Tegernsee und Schaftlach sowie zwischen Lenggries und Schaftlach sind Züge im Pendelverkehr im Einsatz."

Update, 19.25 Uhr: Schulen in Bayern bleiben vereinzelt geschlossen

Aufgrund des Wetters bleiben am Montag, den 4. Februar, mehrere Schulen in Bayern geschlossen. Das berichtet Antenne Bayern.

Laut dem aktuellen Informationsstand betrifft dies Schulen in den Landkreisen Kelheim, Landshut, Dingolfing-Landau, Freising und Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Update, 19.15 Uhr: Schneechaos bringt Flugpläne durcheinander

Laut dem DWD sind im Bereich der Alpen bis zu 30 cm, in der Oberpfalz und im Bayerischen Wald sind circa 20 cm Neuschnee gefallen. 

Wie der BR berichtet, seien am Münchner Flughafen rund 240 Flüge von den geplanten 1000 Ankünften und Landungen gestrichen worden. Zudem sei es zu zahlreichen Verspätungen gekommen.

Update, 16.45 Uhr: Ehepaar rettet sich aus Lawine im Ostallgäu

Im Ostallgäu sei eine Lawine abgegangen und habe dabei zwei Personen, ein Ehepaar, leicht verletzt. Das berichtet Focus Online. Das Paar sei am am Tegelberg bei Schwangau auf einem von Skitourengehern genutzten Weg unterwegs gewesen, als die Lawine abging. Bisher gäbe es keine Hinweise darauf, was die Lawine ausgelöst hat.

Der Flughafen Dresden habe alle Flüge bis 22 Uhr gestrichen, am Flughafen Leipzig/Halle komme es zu Verspätungen, heißt es weiter.

Update, 16.10 Uhr: Weitere Flüge wurden gestrichen

Am Flughafen München seien weiterhin zahlreiche Flüge gestrichen worden. Mittlerweile seien es etwa 160 Stück. Ein Großteil der gestrichenen Flüge seien Verbindungen der Lufthansa innerhalb Deutschland und Europa. Laut Flughafensprecher Robert Wilhelm seinen auch rund 130 Flüge verspätet, wie der BR berichtet. 

Update, 15.45 Uhr: Wintereinbruch fordert Feuerwehren

Der Wintereinbruch forderte die Feuerwehren im Landkreis Landshut am Sonntagvormittag bis in die Nachmittagsstunden hinein. Einige Wehren stießen dabei an Ihre Grenzen. Einige Kreisstraßen mussten nun komplett gesperrt werden, da noch zu viele Bäume über die Fahrbahn hängen und abzubrechen drohen. Die Beseitigung der liegenden Bäume ist im Moment zu gefährlich. 

Bilder vom Wintereinbruch im Landkreis Landshut 

So kamen im Landkreis Landshut die vom deutschen Wetterdienst angekündigten rund 25cm bis Mittag zusammen. Aufgrund des Gewichts des Schnees, konnten einige Bäume dem Druck nicht standhalten und stürzten um. Auch Telefonleitungen fielen den Bäumen zum Opfer, sodass einige Anwesen nun ohne Telefon und Internet auskommen müssen.

Kommunale Winterdienste versuchen die Bundesstraßen freizuhalten, Siedlungsstraßen im Bereich Bodenkirchen wurden bisher nicht geräumt, sodass einige Anwohner nun selbst zur Schaufel greifen mussten um steckengebliebene Autos auszuschaufeln.

fib/DG

Update, 13.50 Uhr: BOB stellt Betrieb im Oberland ein

Innerhalb weniger Stunden sind in der Region am Sonntagmorgen zwischen 15 und 20 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen. Aufgrund des Schneefalls geht es auf den Autobahnen teilweise nur im Schneckentempo voran. Schlimmere Unfälle wurden bislang zum Glück noch nicht gemeldet. Aktuell ist die B307 von Bayrischzell aufs Sudelfeld ist laut Homepage der Bergbahnen erneut wegen Lawinengefahr gesperrt.

Schlimmer sieht es jedoch erneut auf den Schienen südlich von Holzkirchen aus. Wie die BOB auf Twitter mitteilt, sind die Bahnstrecken wegen des starken Schneefalls gesperrt.

Auch der Schienenersatzverkehr ist betroffen.

Erstmeldung

Die Schneefälle haben am Sonntagmorgen zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Sowohl der Nürnberger als auch der Flughafen München sind betroffen. Von rund 1000 geplanten Starts und Landungen wurden bis zum Mittag 116 Flüge in München annulliert. Der Großteil davon sind innerdeutsche und europäische Verbindungen der Lufthansa, so Flughafensprecher Robert Wilhelm gegenüber dem BR. Momentan könne man nur auf einer Bahn starten und landen, weil die andere permanent geräumt werden müsse. Zudem müsse jedes Flugzeug vor dem Start enteist werden. Dies werde wohl den gesamten Sonntag so weitergehen.

Probleme gibt es auch bei der Deutschen Bahn: Zwischen Landshut und dem Münchner Flughafen gibt es eine Weichenstörung. Verzögerungen von bis zu 30 Minuten werden erwartet - Fahrgäste von Freising zum Flughafen München sollen alternativ die Buslinie 635 nutzen. In München läuft der Busverkehr nur mit zahlreichen Verspätungen. Bei fast allen Buslinien in der Stadt kommt es zu Beeinträchtigungen.

Warnung des DWD

Der DWD rechnete örtlich mit bis zu 18 Stunden ununterbrochenem Schneefall und mit Schneemengen von bis zu 30 Zentimetern. Die Wetterprognose des DWD im Detail:

  • Schneefall: Bis Montag früh an den Alpen, vom südlichen Vorland bis ins südliche Niederbayern sowie im nördlichen Bayerischen bzw. Oberpfälzer Wald 15 bis 25, vereinzelt auch um 30 Zentimeter Neuschnee. Ein größerer Teil akkumuliert sich innerhalb von 12 bis 18 Stunden (dadurch lokal Unwetter). Vom nördlichen Alpenvorland bis in die nördliche Oberpfalz 5 bis 15, sonst gebietsweise 1 bis 5 cm Neuschnee. Verbreitet Schneeglätte, Gefahr von Schneebruch!
  • Frost: Heute in den Schneefallgebieten und im Bergland leichter Dauerfrost, in der Nacht zum Montag überall leichter bis mäßiger Frost.
  • Glätte: In der Nacht zum Montag gebietsweise Glätte durch überfrierende Nässe.

30 Zentimeter Neuschnee in Garmisch

Einen Tag nach der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen ist auch der für heute geplante Riesenslalom der Herren abgesagt worden. Die Organisatoren entschieden bereits gut drei Stunden vor dem angesetzten Start des ersten Durchgangs, das Rennen wegen heftiger Schneefälle nicht auszutragen. In der Nacht hatte es in der bayerischen Wintersportmetropole rund 30 Zentimeter Neuschnee gegeben, so dass ein reguläres Rennen unmöglich geworden war. Aus Sicherheitsgründen entschieden sich die Veranstalter und der Ski-Weltverband FIS dann für eine Absage.

"Normaler Winter" in Südbayern

Zu keinen größeren Problemen hat der Neuschnee bisher in Südbayern geführt. Es handle sich um einen ganz normalen Winter, so ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Süd gegenüber dem BR. Bis auf kleinere Unfälle mit Blechschäden und ein paar umgestürzte Bäume habe es bisher keine größeren Einsätze gegeben. Auch auf den Autobahnen der Region läuft der Verkehr.

Dieses Bild hat am Sonntag die Polizei Poing geschickt.

Mega-Temperatursprung um 45 Grad nach Extrem-Kälte in den USA

Nach klirrendem Frost mit tödlichen Folgen erleben die Menschen in den USA nun einen rasanten Wetterwechsel und fast frühlingshafte Temperaturen. Am Wochenende soll das Thermometer unter anderem in der Gegend von Chicago auf knapp unter 20 Grad steigen. In Rockford Illinois ist ein Temperaturanstieg um 45 Grad Celsius angesagt - von minus 35 Grad auf 10 Grad über Null. Dem Frost der vergangenen Tage sind nach Zählung von US-Medien mindestens 20 Menschen zum Opfer gefallen.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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