Zu Biber und Huchen

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Weitgehend selbständig erarbeiteten sich die Dritt- und Viertklässler im Innmuseum ihr Wissen über den Burgen bauenden Biber.

Rosenheim – Seit zwei Jahren engagiert sich die Kinder- und Jugendkunstschule des Vereins „Kind und Werk“ auch für die Entwicklung eines mobilen museumspädagogischen Vermittlungsdienstes in der Region.

Grundlage dafür ist eine Kooperation des städtischen Museums im Mittertor und weiterer Museen aus Stadt und Landkreis mit dem Arbeitskreis Museumspädagogik des Vereins. Dabei werden gemeinsame Schnittstellen in der Kunst- und Kulturvermittlung und der Museumspädagogik genutzt und die Erfahrungen der kulturpädagogischen Fachkräfte mit dem kunsthistorischen Wissen des Museumspersonals vernetzt.

Entstanden sind so zwei weitere Vermittlungskonzepte: eines für das Innmuseum und eines für das Achentaler Heimathaus in Rohrdorf. Unter dem Motto "Vom Flussbaumeister der Natur zum König des Inns" können Schüler der 3. und 4. Klassen beim Besuch des Innmuseums Wissen über drei wichtige Bewohner des Inns erwerben: Biber, Eintagsfliege und der Raubfisch Huchen.

Hier stehen besonders die Schulung der Wahrnehmung, die Erziehung zum "anschaulichen Denken" und handlungsorientiertem Lernen im Vordergrund. Mit sechs Schulklassen wurde das Konzept in den letzten Wochen getestet. Während die Museumspädagogin jeweils die Hälfte der Klasse in die Welt von Eintagsfliege und Huchen entführte und sie bei der Erstellung eines Huchen-Phantombildes gestalterisch begleitete, erarbeitete sich die andere Hälfte an verschiedenen Lernstationen mit Hilfe von Büchern selbständig Merkmale des Bibers.

Ziel ist es, den Kindern die vernetzte Funktionsweise der Natur näher zu bringen und für einen respektvollen Umgang mit ihr zu werben.

Wie lebte es sich auf dem Hof ohne Strom?

Im Achentaler Heimathaus richtet sich der museumspädagogische Bildungsbaustein mit dem Thema "Licht im Wandel der Zeit" an erste und zweite Klassen. Dort gehen die Kinder auf Zeitreise und besuchen die Bäuerin alias Museumspädagogin mit ihrem Huhn im Jahr 1810 auf ihrem Bauernhof. Wie lebt sie da ohne elektrischen Strom und bei Dunkelheit?

Im Städtischen Museum Rosenheim ist das Programm "Spiele im Wandel der Zeit" für die ersten und zweiten Klassen eine erprobte und gern gebuchte Museumseinheit. Aber auch die fünften und sechsten Klassen werden nicht aus den Augen gelassen. Unter dem Titel "Wer bist Du? - Die Sprache der Porträts" nähern sich die Schüler Persönlichkeiten der Rosenheimer Vergangenheit wie Martin Schmetterer, Johann Rieder, Wolfgang Jacob Ruedorfer oder der Familie Steinbök und erfahren so Wissenswertes aus der Geschichte ihrer Stadt.

Die museumspädagogischen Angebote sind auch hervorragend für die offene und gebundene Ganztagsschule geeignet. Grundschulen, Horten und weiterführenden Schulen ist das Museum als attraktiver Lernort zu empfehlen. Interessierte Einrichtungen können unter der Telefonnummer 37946 oder info@kindundwerk.de Kontakt aufnehmen Die Kooperation zwischen den Museen der Region und der Kinder- und Jugendkunstschule wird im Modellprojekt "Museovivo" unterstützt von der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen Bayerns, der Regierung von Oberbayern, der Dr.-Michael-Stöcker-Kultur- und Sozialstiftung und dem Wasserwirtschaftsamt.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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